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Burgenland

Streikbeschluss

Burgenlands Rollendrucker fordern neuen Kollektivvertrag

„Sowohl 2017 als auch 2018 gab es für die Beschäftigten in unserer Branche keine Lohn- bzw. Gehaltserhöhung. Neueintretende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden mit Dienstverträgen auf betrieblicher Ebene schlechter gestellt. Diese Situation hat dazu geführt, dass in den Betriebsversammlungen gemeinsame Kampfmaßnahmen beschlossen wurden. Sollte es in der nächsten Verhandlungsrunde keine positiven Ergebnisse geben, werden wir sie auch umsetzen“, erklärt Zentralbetriebsrat bei Leykam in Neudörfl, Franz Prohaska.

Im Juni 2017 erlosch der Kollektivvertrag des Grafischen Gewerbes, da der Verband Druck & Medientechnik sein Verhandlungsmandat zurücklegte, somit fiel dieses an die Wirtschaftskammer der Bundesländer Fachgruppe Druck. Die Folge: Keine Lohn- und Gehaltserhöhungen (Inflationsabgeltung) sowie Dienstverträge auf Betriebsebene für neue Mitarbeiter mit schlechteren Bedingungen und schlechterer Bezahlung.

Da zahlreiche Versuche der Arbeitnehmerseite, erfolgreiche Verhandlungen durchzuführen, gescheitert sind, gab es nun in allen betroffenen Unternehmen Betriebsversammlungen. Dabei fassten 95 Prozent der Belegschaft einen Streikbeschluss, sollte es beim nächsten Verhandlungstermin am 6. November 2018 zu keinem Ergebnis im Sinne der Beschäftigten kommen.

„Während die Beschäftigten seit zwei Jahren mit einem Kaufkraftverlust leben müssen und neu eintretende MitarbeiterInnen schlechter gestellt werden, werben die Unternehmen auf ihren Homepages mit hochmotivierten, bestens geschulten, erfahrenen und flexiblen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Realität ist ernüchternd. Sich nach außen hin mit seinen Mitarbeitern zu rühmen aber anders zu handeln, ist mehr als bedenklich“, fasst Prohaska zusammen.

Die ArbeitnehmerInnenseite fordert die Geschäftsführer auf, kommenden Dienstag über einen neuen grafischen Kollektivvertrag im Rollenoffsetbereich und einer Inflationsabgeltung ernsthaft und konstruktiv zu verhandeln.
Im Burgenland sind rund 280 MitarbeiterInnen in den Leykam-Standorten Neudörfl und Müllendorf betroffen.

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