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Burgenland

ÖGB zieht Bilanz

Mitgliederplus und 2,5 Millionen Rechtsschutzbilanz

Laut Statistik sind derzeit 100.000 Menschen im Burgenland beschäftigt. Aufgrund der geografischen Lage ist der burgenländische Arbeitsmarkt verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, die negative Auswirkungen für die Beschäftigten haben können.

Andererseits macht die Bundesregierung keine arbeitnehmerInnenfreundliche Politik. 12-Stunden-Tag, Verschlechterungen bei der Altersteilzeit, Zwangsfusion der Krankenkassen oder das Karfreitagsdesaster.

„Unsere Aufgabe als Arbeitnehmervertretung ist es, solche Verschlechterungen zu verhindern, abzuschwächen und nötigenfalls die Menschen darauf aufmerksam zu machen. Das tun wir seit mehr als einem Jahr verstärkt", sagt Erich Mauersics, ÖGB-Landesvorsitzender im Burgenland.

In diesem Spannungsfeld vertritt der ÖGB Burgenland und seine Gewerkschaften die Interessen der ArbeitnehmerInnen. Er tut dies durch Betreuung, Beratung und Rechts- sowie Interessensvertretung.

Der ÖGB Burgenland vertritt 40.866 Mitglieder. 67 Prozent (27.323) davon sind Männer, mehr als 33 Prozent (13.543) Frauen. Das bedeutet, dass fast 40 Prozent der burgenländischen ArbeitnehmerInnen ÖGB-Mitglieder sind. Der ÖGB konnte im Jahr 2017 ein Mitgliederplus von 0,72Prozent verbuchen. Der größte Zuwachs seit 2014.  Zuwächse gab es bei der GPA-djp, der GÖD, der younion und der vida. (Stand Dezember 2018).Die ÖGB-Mitgliederzahlen sind seit vier Jahren positiv.

„Wir vertreten tagtäglich konsequent die Interessen der ArbeitnehmerInnen, sorgen für ein jährliches Gehaltsplus und garantieren Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Die Gewerkschaften leisten hervorragende Arbeit bei den Kollektivvertragsverhandlungen. Dabei zeigt sich jedes Jahr, dass mitgliederstarke Gewerkschaften mehr bewegen können", erklärt Andreas Rotpuller, ÖGB-Landessekretär im Burgenland.

Insgesamt hat der ÖGB und seine Gewerkschaften im Burgenland 2018 für seine Mitglieder 2,5 Millionen Euro erstritten.Es gab 28.824 Auskünfte, 3.936 Intervention, 161 Klagen. Die Interventionssumme betrug 1.633.768 Euro, Die Klagssumme war 865.453 Euro hoch. 2018 gab es einen deutlichen Anstieg bei den Interventionen und Klagen. Die meisten Interventionen gab es bei der younion und der Gewerkschaften Bau-Holz. Hohe Anstiege bei den Klagen vor dem Arbeits- und Sozialgericht gibt es in vielen Branchen. Gestiegen sind die Zahlen im Bereich Bau-Holz, dem Öffentlichen Dienst und den Gemeindedienst.

„Diese steigende Zahl bei den Klagen zeigt, dass es oft nicht mehr ausreicht, das Gespräch mit den Arbeitgebern zu suchen um sich außergerichtlich zu einigen. Es könnte aber auch ein Hinweis darauf sein, dass die ArbeitnehmerInnen schon auch wegen kleineren Beträgen vor Gericht ziehen", erklärt Rotpuller.

Der ÖGB misst jede Bundesregierung an dem, was sie für ArbeitnehmerInnen tut oder nicht tut. Die neue Bundesregierung ist mehr als einem Jahr im Amt. Die Bilanz aus Sicht des ÖGB:

• Einführung des generellen 12-Stunden-Tages
• Zwangsfusion der Krankenkassen
• Verschlechterungen bei der Altersteilzeit
• Karfreitagsdesaster – Zusätzlicher Feiertag genommen

Der ÖGB und seine Gewerkschaften sieht es gemeinsam mit der Arbeiterkammer als Pflicht, solche Verschlechterungen für ArbeitnehmerInnen zu verhindern, abzuschwächen und nötigenfalls die Menschen darauf aufmerksam zu machen. Das tun sie seit mehr als einem Jahr verstärkt.
 
„Die Folge ist, dass man uns mundtot machen will. Die Pläne der Regierung, die Arbeiterkammerumlage zu kürzen ist der Anfang. So will man jene Institutionen schwächen, die die Interessen der arbeitenden Menschen in diesem Land vertreten. Das wird uns aber nicht daran hindern, auch in Zukunft für die Beschäftigten in diesem Land weiterzuarbeiten", kritisiert Erich Mauersics abschließend.

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