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Burgenland

Silvesteröffnungszeiten

Beschäftigte sollen heuer länger arbeiten

„Die Vorweihnachtszeit ist eine große Belastung für die Beschäftigten. Zum Stress mit den Kunden kommt noch der Lärm durch ständige Beschallung und Weihnachtslieder in der Dauerschleife. An einem Tag wie Silvester haben sich die ArbeitnehmerInnen Zeit mit ihren Familien verdient. Bei Öffnungszeiten bis 17 Uhr ist das nur schwer möglich“, gibt Michael Pieber, Geschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Burgenland zu bedenken.


Entgegen der bisherigen Praxis, wollen österreichische Handelsunternehmen heuer zu Silvester nicht wie bisher üblich um spätestens 15 Uhr, sondern erst um 17 Uhr schließen. Viele der burgenländischen Handelsbeschäftigte sind PendlerInnen und haben weite Anfahrtswege. Für sie beginnt der Arbeitstag in den frühen Morgenstunden, die Nachbereitungsarbeiten und die Heimfahrt würde mit der Verlängerung auf 17 Uhr ein Arbeitsende erst um 19 Uhr bedeuten. Das kommt einer „Ohrfeige“ für die Beschäftigten gleich. Handelsketten, die in ihren Werbespots die Menschen- und Familienfreundlichkeit propagieren, verlieren jede Glaubwürdigkeit. Es gehe hier nur um Profit, heißt es von der GPA-djp Burgenland.


„Verlängerte Öffnungszeiten bringen nicht mehr Umsatz, sondern nur eine Verlagerung. Noch ist Zeit für eine Lösung im Sinne von Beschäftigten und Konsumenten nach Vorbild einzelner Handelsketten wie dm, Bipa oder Lidl, die ihre Filialen wie immer schon um 15 Uhr schließen und ihren Beschäftigten mehr Familienzeit schenken“, sagt Pieber abschließend.


Im burgenländischen Handel sind rund 12.000 Menschen – überwiegend Frauen – beschäftigt.

 

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