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Burgenland

Mehr Schutz für Kindergartenpersonal

younion und ÖGB-Frauen fordern Bundesrahmengesetz

„Die Bundesregierung hat beschlossen, die Wirtschaft wieder langsam hochzufahren. Das hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kinderbetreuungseinrichtungen und ihre Beschäftigten. Auch wir im Burgenland registrierten wieder mehr Kinder. Es wird höchste Zeit für einheitliche Regelungen im Umgang mit Kindern und Eltern während der Corona-Krise“, fordert younion-Landesfrauenvorsitzende Doris Handler, selbst Kindergartenleiterin in Mattersburg.

Vor allem alleinerziehenden Müttern im Handel bleibt gar nichts anderes übrig, als die Kindergärten in Anspruch zu nehmen. Aber genau da wird es auch wieder gefährlich. Sie haben, auch wenn es Schutzvorkehrungen gibt, Kontakt mit vielen Menschen und so könnte das Virus in ein bis zwei Wochen auch in die Kindergärten kommen, befürchtet die younion Burgenland.

„ElementarpädagogInnen und AssistentInnen sind SystemerhalterInnen. Wir müssen endlich für ihren Schutz sorgen. Leider zeigen sich jetzt die Versäumnisse der Vergangenheit, denn bisher gibt es kein Gesetz, das die Bestimmungen in den Kindergärten bundeseinheitlich regelt. So kann jeder Dienstgeber machen, was er will, aber das kann – wie in diesem Fall – gesundheitsgefährdend sein. Die Elementarpädagogik muss endlich von der Politik ernst genommen werden.“, gibt ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Hannelore Binder zu bedenken.

So schnell wie die Gesetze zur Unterstützung der Wirtschaft beschlossen wurden, so schnell müssen jetzt auch einheitliche Regelungen für alle Kinderbildungseinrichtungen. Nur so könne eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung gewährleistet werden. Das habe sich das Personal in den Kindergärten mehr als verdient. Die KollegInnen haben bisher hervorragende Dienste in dieser Krise geleistet. Jetzt brauchen sie dringend Hilfe statt systemischer Ignoranz, heißt es von den ÖGB-Frauen Burgenland.

„Die Bundesregierung muss hier raschest handeln und kleinere Gruppen mit maximal fünf Kindern vorschreiben. Denn es kann nicht sein, dass es zwar in den Baumärkten eine Quadratmeter-Regelung gibt, aber nicht in den Kindergärten. Während in einem Baumarkt eine Person auf 20 Quadratmeter vorgesehen ist, dürfen sich auf der gleichen Fläche im Kindergarten elf Kinder bewegen. Das versteht niemand. Außerdem braucht es allgemeine Richtlinie für das Verhalten von Eltern, wenn sie ihre Kinder in die Betreuungseinrichtungen bringen“, fasst Handler die Forderungen zusammen.

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