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Burgenland

Betriebsrätekonferenz

Maßnahmen in der Metallindustrie

„Nach 20 Stunden KV-Verhandlungen haben die Arbeitgebervertreter die offizielle Inflationsrate des Statistischen Zentralamtes in der Höhe von 2,4 Prozent nicht anerkannt. Der Fachverband für Metallindustrie gestaltet eine eigene Inflationsrate in der Höhe von 1,8 Prozent. Darüber hinaus haben sie ein Beschäftigungsmodell präsentiert, dass vorsieht, die Arbeitszeitschutzbestimmungen aus dem Kollektivvertrag zu streichen. Der Fachverband fordert weiters, die Lohnverhandlungen künftig auf Betriebsebene zu führen. So geht man mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht um“, erklärt Anton Wesselich, PRO-GE Landessekretär im Burgenland.

Überhaupt wenn man wisse, dass die Inflationsrate mit 2,4 Prozent als Verhandlungsbasis schon niedrig angesetzt ist und die Kosten von Lebensmittel und Betriebskosten für Wohnung um 4 Prozent und Strom um 3,6 Prozent gestiegen sind. Die Gewerkschaft wisse auch, dass die Managergehälter laut einer Studie seit Anfang des Jahres um 4,5 Prozent gestiegen sind.

„Wer gute Arbeit leistet, muss auch entsprechend entlohnt werden. Die Gewinnausschüttungen an Eigentümer und Muttergesellschaften  in der gesamten Metallindustrie betrug im laufenden Jahr rund zwei Milliarden Euro“, rechnet Wesselich vor, „die Eigentümer wurden bereits bedient, jetzt sind die Beschäftigten dran!“

Aufgrund dieser Tatsachen finden bis zum 14. Oktober finden neun regionale Konferenzen der Betriebsratsvorsitzenden der Metallindustrie bundesweit statt. Im Burgenland treffen sich die Betroffenen am Freitag den 11. Oktober 2013 in Neutal.

„Wir scheuen keinen Konflikt und kämpfen um den Erhalt des gemeinsamen Kollektivvertrages, der weit über unsere Branche hinaus als Leitlinie für Mindesteinkommen und soziale Absicherung gilt“, betont Wesselich abschließend.

In der burgenländischen Metallindustrie sind rund 1.200 Männern und Frauen beschäftigt.

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