Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Kärnten

Stillstand bei den KV-Verhandlungen für OrdinationsassistentInnen

Ärztekammer Kärnten lehnt IST-Lohnerhöhung für Angestellte ab!

Keine Einigung gibt es bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 1.900 OrdinationsassistentInnen in Kärnten. Die Gewerkschaft fordert ein Mindestgehalt von 1.500,- Euro brutto beziehungsweise eine IST-Erhöhung der Gehälter. Die Vertreter der Ärztekammer hingegen lehnen diese Forderung dezidiert ab und unterbreiten stattdessen ein Angebot, das die Kärntner Beschäftigten zum Schlusslicht Österreichs machen würde. Betroffen von den Verhandlungen sind fast ausnahmslos Frauen.

Seit Monaten bemüht sich die Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Kärnten nun schon um den Kollektivvertragsabschluss für die Angestellten bei niedergelassenen Ärzten in Kärnten. Der Forderung nach einem Mindestgehalt von 1.500,- Euro brutto beziehungsweise einer IST-Lohnerhöhung will die Ärztekammer Kärnten nicht nachkommen. Bei der Gewerkschaft stößt dieses Verhalten auf Unverständnis. „1.500,- Euro brutto bedeuten ein Nettoeinkommen von knapp 1.200,- Euro bei Vollzeitbeschäftigung. Für vergleichbare Tätigkeiten im Sozialbereich verdient man über 1.800,- Euro“, erklärt Jutta Brandhuber, Geschäftsführerin der GPA-djp Kärnten. „Es ist in keinster Weise nachvollziehbar, warum eine Ordinationsassistentin derart weniger verdienen soll.“

Hauptbetroffen sind Frauen

Brandhuber gibt weiters zu bedenken, dass es sich bei den Betroffenen fast ausnahmslos um Frauen handelt, die noch dazu in Teilzeit beschäftigt sind. „Es wird immer wieder darüber gesprochen, dass Armut in Österreich weiblich ist. Und wir wissen alle, dass die wesentliche Ursachen dafür ein niedriges Einkommen und die daraus resultierenden geringen Leistungen aus zum Beispiel der Pensionsversicherung sind. Genau hier trägt jetzt die Ärztekammer die Verantwortung“, so Brandhuber.

Kärnten als Schlusslicht

Doch die Ärztekammer Kärnten weigert sich, der Forderung der Gewerkschaft nachzukommen. Stattdessen unterbreitetet sie ein für die Gewerkschaft völlig inakzeptables Angebot. „Das Angebot von einem Bruttolohn von 1.406,- Euro - also circa 1.150 Euro netto - bei 40 Stunden ist nicht akzeptabel und würde die Angestellten in Kärnten nachhaltig zum Schlusslicht Österreichs machen“, erklärt auch Georg Grundei, der für die GPA-djp am Verhandlungstisch sitzt. In der Steiermark wird durch eine Erhöhung von 200,- Euro das Mindestgehalt von 1.500,- erreicht. In Wien beginnen nun die Verhandlungen darüber hinaus.


 

 

 

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt