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Kärnten

Gewerkschaften erhöhen den Druck: Betriebsversammlungen einberufen!

Metaller-KV: Gewerkschaften fordern früheren Verhandlungstermin

Eine gemeinsame Betriebsräte-Konferenz fand heute für die 192.000 Beschäftigten der Metallindustrie am Hafnersee statt. Rund 90 Teilnehmer informierten sich über den Stand der Kollektivvertragsverhandlungen und beschlossen in einer Resolution die Einberufung und Durchführung von Betriebsversammlungen. Erstmalig in der Geschichte nahmen an der Konferenz auch Betriebsräte der Brauindustrie, des Metallgewerbes, der Arbeitskräfteüberlassung und der Eisenbahn teil. Auch diese Bereiche sind von den massiven negativen Auswirkungen des neuen Arbeitszeitgesetzes betroffen.

„Faktum ist, dass uns ein Angebot von praktisch null Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung vorliegt“, so Günther Goach, Vorsitzender der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) Kärnten. Denn trotz einem wirtschaftlichen Rekordjahr haben die Arbeitgeber nur 2,02 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung angeboten, was lediglich der Inflationsabgeltung entspricht. „Das ist eine Verhöhnung der Beschäftigten. Wir halten daher an unserer Forderung nach fünf Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung fest“, betont der PRO-GE Vorsitzende.

Auch was die Forderungen hinsichtlich der Arbeitszeit betrifft, gibt es seitens der Arbeitgeber kein Entgegenkommen. So gibt es ein klares Nein zur Forderung nach einer 4-Tage-Woche und zur geforderten Wahlfreiheit zwischen Zeit und Geld. Auch ein 75 prozentiger Zuschlag für die zehnte Stunde und Zuschläge für die elfte und zwölfte Stunde bei Gleitzeit werden von den Arbeitgebern kategorisch abgelehnt. Dem Arbeitskampf der Metallindustrie schließen sich erstmalig auch die Eisenbahner und die Vertreter des Metallgewerbes und der Arbeitskräfteüberlassung an, denn auch für sie gelten die die neuen Bestimmungen im Arbeitszeitgesetz samt allen negativen Auswirkungen. 

„Da wir bei der Umsetzung unserer Forderungen überall auf Widerstand der Arbeitgeber stoßen, sind wir gezwungen, den Druck zu erhöhen“, so Goach. Schon nächste Woche werden deshalb Betriebsversammlungen einberufen und zwischen 1. und 7. November in der gesamten Metallindustrie durchgeführt. „Die Betriebsversammlungen werden nur unterbrochen und können jederzeit wiederaufgenommen werden und in gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen übergehen“, kündigt der PRO-GE Landesvorsitzende an.

In ihrer Resolution fordern die Betriebsräte die Arbeitgeberseite auf, die Verhandlungen nicht um weitere zwei Wochen unnötig zu verschleppen. „Der neue Kollektivvertrag soll ab 1. November gelten, daher ist aus unserer Sicht ein früherer Verhandlungstermin notwendig. Den nächsten Verhandlungstermin für den 8. November anzusetzen ist ein Hohn gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und hat mit einem guten sozialpartnerschaftlichen Dialog auf Augenhöhe nichts zu tun“, so Goach abschließend.

An der BetriebsrätInnen-Konferenz nahmen neben der PRO-GE auch die Gewerkschaft vida und die Gewerkschaft der Privatangestellten-Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) teil.

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