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Kärnten

Gewerkschaftsjugend fordert Rücknahme der DLU-Kürzung für über 18-Jährige

ÖGB Lipitsch: „Die Jagdsaison der Bundesregierung auf die Jugend hat begonnen!“

Ein klares Bekenntnis zur überbetrieblichen Ausbildung fordern Gewerkschaftsjugend und der ÖGB Kärnten von der Bundesregierung. Die Kürzungen der Lehrlingsentschädigung für Lehrlinge über 18 Jahre lösen laut Gewerkschaft weder den Fachkräftemangel noch würden damit neue Lehrstellen geschaffen werden. Durch das neue Arbeitszeitgesetz gilt für Lehrlinge über 18 zudem auch der 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche. „Die Bundesregierung ermöglicht es so, dass die Ausbildung zur Ausbeutung wird“, kritisiert Thomas Gasser, Vorsitzender der Gewerkschaftsjugend Kärnten.

„Nach der Abschaffung des Jugendvertrauensrates und dem Anheben der Arbeitszeit für Lehrlinge über 18 Jahren, folgt nun der nächste Frontalangriff der Bundesregierung auf unsere Jugend!“, so ÖGB Landesvorsitzender Lipitsch. So gibt es für jugendliche Lehrlinge zwar ein spezielles Schutzgesetz, nicht aber für Lehrlinge ab 18 Jahren. Für diese gilt - wie für alle anderen ArbeitnehmerInnen auch - das Arbeitszeitgesetz. „In weiterer Folge heißt das, dass durch das Inkrafttreten des neuen Arbeitszeitgesetzes Lehrlinge über 18 Jahre 12 Stunden täglich arbeiten dürfen. Auch zum Arbeiten an Berufsschultagen können diese Lehrlinge von nun an leichter gezwungen werden“, so Gasser.
„Dass Lehrlinge überhaupt Überstunden machen müssen, ist absurd. Schließlich absolvieren sie eine Ausbildung zu einem Beruf. Das sollte im Vordergrund stehen. Nach der achten Stunde wird kein Lernertrag mehr erzielt“, so Gasser. Überstunden verfehlen somit laut ÖGJ den Zweck eines jeden Lehrvertrages.

„Für die Bundesregierung hat offenbar die Jagdsaison begonnen. Als ersten Gang serviert man der Industrie also Lehrlinge über 18 aus überbetrieblichen Ausbildungsverhältnissen“, so Lipitsch. „Diese Angriffe der Regierung lassen den Rückschluss zu, dass es hier eine massive Geringschätzung gegenüber diesen jungen Menschen gibt. Warum sollen Lehrlinge in überbetrieblicher Ausbildung weniger verdienen als Lehrlinge in Betrieben?“, so Lipitsch weiter.

„Wir fordern daher die sofortige Rücknahme der Kürzung der Lehrlingsentschädigung für über 18-Jährige und ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur überbetrieblichen Ausbildung, solange es nicht für alle Jugendlichen einen geeigneten Lehrplatz gibt“, so ÖGJ Landesvorsitzender Gasser abschließend.

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