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Kärnten

Corona-Kurzarbeit verlängert

Kurzarbeit III: Nettoersatzrate bleibt bei 80 bis 90 Prozent, Arbeitszeit 30 bis 80

v.l.n.r.: ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeszkanzler Sebastian Kurz, WKO-Präsident Harald Mahrer
v.l.n.r.: ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeszkanzler Sebastian Kurz, WKO-Präsident Harald Mahrer

Die Sozialpartner haben die Verhandlungen mit der Bundesregierung für ein neues Kurzarbeitsmodell Ende Juli positiv abgeschlossen. „Das Ergebnis ist ein guter Kompromiss. Wir wollten Planungssicherheit für ArbeitnehmerInnen und Unternehmen, die haben wir mit diesem Paket erreicht“, sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. „Mit der Nettoersatzrate zwischen 80 und 90 Prozent sichert die Kurzarbeit nicht nur die Kaufkraft, sie schützt ArbeitnehmerInnen vor dem finanziellen Absturz.“

"Eine Nettoersatzrate von 80 bis 90 Prozent schützt ArbeitnehmerInnen vor dem finanziellen Absturz." Wolfgang Katzian, ÖGB-Präsident

Die Eckdaten der sogenannten Kurzarbeit III:

  • Geltungsbeginn: 1.10.2020
  • Geltungsdauer: 6 Monate
  • Arbeitszeit: Zwischen 30 und 80 Prozent – weniger nur mit Zustimmung der Sozialpartner
  • Entgeltanspruch: 80/85/90 Prozent Nettoersatzrate
  • Arbeitgeber bezahlen weiterhin tatsächlich erbrachte Leistung (keine Durchrechnung), für die Differenz kommt das AMS auf.
  • Behaltefrist: 1 Monat
  • Weiterbildungsbereitschaft der ArbeitnehmerInnnen
  • Kontrolle der KUA-Anträge wird verstärkt
  • Lehrlinge: Die Ausbildung von Lehrlingen muss auch in der Kurzarbeit uneingeschränkt gewährleistet werden

Die Kontrolle der Anträge wird verstärkt

Die wirtschaftliche Begründung muss dargestellt, der wirtschaftliche Ist-Stand belegt werden und eine Prognoserechnung ist vorzulegen. Das wird extern durch Dritte kontrolliert. Auch für Weiterbildungsmöglichkeiten während der Kurzarbeit III wurden Rahmenbedingungen geschaffen, insbesondere muss die Weiterbildungsbereitschaft der ArbeitnehmerInnen gegeben sein.

Billiger und gerechter

Die Mindestarbeitszeit und vor allem der neue Kontrollmechanismus machen das Modell billiger und gerechter: „Damit ist es gelungen, sicherzustellen, dass die Kurzarbeit jenen Unternehmen bewilligt wird, die sie brauchen, um wirtschaftliche Notlagen zu überbrücken“, erklärt Katzian.

oegb.at hat die wichtigsten Fakten zur Kurzarbeit III zusammen gefasst. HIER downloaden.

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