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Kärnten

Regelung Hitzefrei – Bericht 2019 positiv

GBH fordert Rechtsanspruch auf Hitzefrei. Die Hitzeregelung ab 32,5 Grad greift. Jede zweite Firma hat sie genutzt und 1.298 Bauarbeiter bekamen in Kärnten 2019 Hitzefrei. Das bestätigen aktuelle Zahlen der BUAK (Bauarbeiter- Urlaubs und Abfertigungskasse). Da nicht alle Firmen diese Regelung nutzen, fordert die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) einen Rechtsanspruch.


2019 war in Österreich der zweitheißeste Sommer der 253-jährigen Messgeschichte. Die fünf heißesten Sommer der Messgeschichte wurden ab dem Jahr 2000 gemessen, wie Experten der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) bestätigen. Die Daten zum ersten Jahr mit der neuen Hitze-Reglung ab 32,5 Grad liegen nun vor. In Österreich bekamen 2019 insgesamt 39.122 Bauarbeiter aus 5.245 Baubetrieben Hitzefrei. Damit hat jede zweite Firma im Interesse ihrer Beschäftigten gehandelt. Von 13. Juni bis 29. August 2019 wurde bundesweit an 25 Arbeitstagen die 32,5-Grad-Grenze überschritten.

2019 bekamen in Kärnten insgesamt 1.298 Bauarbeiter aus 260 Baubetrieben Hitzefrei. Von 26. Juni bis 12. August 2019 wurde in Kärnten an 10 Arbeitstagen die 32,5-Grad-Grenze überschritten.

Nächster Schritt: Rechtsanspruch auf Hitzefrei

Die Entscheidung, Hitzefrei ab 32,5 Grad Celsius zu ermöglichen, ist aufgrund des Klimawandels ein gesundheitspolitisch wichtiger und notwendiger Schritt. „Vielen Arbeitgebern und Auftraggebern ist die Verantwortung, die sie ihren Beschäftigten gegenüber haben, anscheinend noch immer nicht bewusst. Die Gesundheit der Arbeiter muss immer Priorität haben. Daher muss die Hitzefrei-Regelung gesetzlich verankert werden - auf sozialpartnerschaftlicher Ebene sind daher weitere Gespräche zu führen,” so GBH Kärnten-Landesvorsitzender Gottfried Hatzenbichler

Auch Alois Peer, GBH Kärnten-Landesgeschäftsführer appelliert an den die Unternehmer und Auftraggeber, einen menschlicheren Umgang mit den Beschäftigten zu pflegen: „Kein Bauarbeiter muss unter den enormen Hitzebelastungen – welche in den nächsten Jahren immer schlimmer werden – auf Baustellen mehr leiden. Wir dürfen nicht warten, bis es zu weiteren Todesfällen kommt“, so Peer.

SERVICE: Die wichtigsten Fakten der Hitzefrei-Regelung

  • Die Hitzefrei-Grenze wurde mit 1. Mai 2019 von 35 auf 32,5 Grad Celsius gesenkt. Erst ab Erreichen der Grenze von 32,5 Grad Celsius gilt die Hitzefrei-Regelung (somit gibt es im Normalfall erst ab mittags bzw. am Nachmittag hitzefrei).
  • Der Arbeitgeber muss Hitzefrei anordnen, d. h., kein Bauarbeiter hat das Recht auf Hitzefrei.
  • Bei Anwendung der Hitzeregelung gibt es eine Entgeltfortzahlung von 60 Prozent für den Arbeiter. Die Kosten werden dem Arbeitgeber vollständig von der BUAK refundiert.

 

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