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Niederösterreich

GPA-djp-Dürtscher: „Teilzeit muss gleich viel wert sein wie Vollzeit!“

Sozialministerin gefordert - Mehrarbeitszuschlag ab der ersten Stunde gesetzlich verankern, Durchrechnung einschränken

„Das Vorhaben, Kollektivverträge nach Benachteiligungen von Frauen durchforsten zu wollen, ist der falsche Ansatz. Das ist unser Anliegen und wir verfolgen es seit Jahren mit Erfolg“, kommentiert Karl Dürtscher, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) die Ankündigung von Sozialministerin Hartinger-Klein im ORF. „Die GPA-djp alleine hat in den vergangenen zwei Jahren in dutzenden Kollektivverträgen die bessere Anrechnung der Karenzzeiten auf Vorrückungen und Urlaube erreicht – davon profitieren Frauen. Es wäre hoch an der Zeit, zum Schließen der Einkommensschere die Anrechnung aller Karenzzeiten im Gesetz zu regeln," so Dürtscher.

Eine weitere wichtige Maßnahme wäre es, Nachteile zu beseitigen, die sich durch Teilzeit ergeben. „Der Mehrarbeitszuschlag müsste angehoben und der Durchrechnungszeitraum deutlich reduziert werden“, so Dürtscher weiter. „Unternehmen profitieren ganz klar davon, dass immer mehr Mehrstunden geleistet werden während gleichzeitig der Anteil der Teilzeitbeschäftigten dramatisch steigt. Für die Betroffenen bringt das Nachteile, die per Gesetz gemildert werden müssen. Eine Anhebung des Mehrarbeitszuschlags und eine Einschränkung der Durchrechnung würde sich auf den Lohnzetteln tausender ArbeitnehmerInnen positiv auswirken – hier besteht dringender Handlungsbedarf. Teilzeit muss gleich viel wert sein wie Vollzeit! Die Verhandlungen darüber könnten rasch beginnen, die Ministerin ist aufgefordert, hier die Interessen der Beschäftigten wirksam zu vertreten!“

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