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Oberösterreich

Digitalisierung und Automatisierung: Jobkiller oder Jobmotor?

GBH-Neujahrstreffen in Linz: Digitalisierung ist Chance für fairen Wettbewerb

Digitalisierung und Automatisierung – in diesem Zusammenhang spricht man über Chancen für mehr neue Arbeitsplätze. Ist das aber wirklich so? Wie schaffen wir neue Arbeitsplätze, wenn zum Beispiel Roboter die Ziegel beim Neubau versetzen? Wie können neue Arbeitsplätze entstehen, wenn Maschinen die Menschen in Fabriken ersetzen? Wo liegen denn wirklich die Vorteile von Digitalisierung und Automatisierung aus der Sicht der Beschäftigten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) bei ihrem traditionellen Neujahrstreffen, zu dem Landesgeschäftsführer Harald Dietinger rund 130 Gäste begrüßte.

Digital ist normal
„Digital ist normal, wir können und dürfen uns der Digitalisierung nicht verschließen“, so der GBH-Bundesvorsitzende Abg.z.NR Josef Muchitsch bei seinem Referat. Traditionell lädt die Gewerkschaft Bau-Holz auch Vertreter des Sozialpartners zum Empfang. „Die Frage ist nicht ob, sondern wie die Digitalisierung in der Baubranche fortschreiten wird. Die schnellen Unternehmen, jene, die sich damit auseinandersetzten, werden am Markt gewinnen“, meint Fachgruppengeschäftsführer Dr. Markus Hofer von der Wirtschaftskammer Oberösterreich.

Folgen der Digitalisierung bedenken
AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Dr. Johann Kalliauer weist darauf hin, dass man sich schon jetzt mit den Folgewirkungen auseinandersetzen müsse. „Es wird schwieriger werden, die Arbeit auf alle aufzuteilen, da sind mutige Schritte gefragt. Arbeitsinhalte und Arbeitsformen werden sich verändern, Qualifizierung ist ein Schlüsselwort. Und dann stellt sich natürlich auch die Frage nach der Finanzierung unseres Gemeinwesens: Maschinen zahlen keine Steuern.“
 
Chance, Lohn- und Sozialdumping zu bekämpfen
„Wir müssen die Digitalisierung auch als Chance begreifen“, so Muchitsch abschließend, „als Chance, den Wettbewerb gerade im Baubereich fairer zu machen und Lohn- und Sozialdumping zu bekämpfen. Mit der elektronischen Erfassung aller Arbeitszeiten, mit Zeitkonten für die Jahresbeschäftigung und mit einer Bau-Card, die Transparenz und ein Ende der `Zettelwirtschaft´ am Bau bringt, kann uns das in unserer bewährten Bau-Sozialpartnerschaft gelingen.“

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