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Oberösterreich

ÖGB Frauen

Neues Präsidium gewählt

Elfriede Schober als ÖGB-Frauenvorsitzende wiedergewählt
Gewerkschafterinnen wollen Frauenförderung und bessere Chancen im Job

Mit 100 Prozent in geheimer Wahl, quer über alle Fraktionen, bestätigten die oberösterreichischen ÖGB-Frauen Elfriede Schober als ihre Vorsitzende. Bei der Konferenz am 5. März in Linz beschlossen die Gewerkschaftsfrauen ein Forderungspaket für bessere Chancen und gerechtere Einkommen am Arbeitsmarkt sowie eine bessere Vereinbarkeit für Beruf und Familie.

Mehr Geld, bessere Kinderbetreuung
In allen Kollektivverträgen soll dazu der Mindestlohn auf 1.700 Euro angehoben werden, die ersten 1.500 Euro sollen steuerfrei bleiben, fordern die ÖGB-Frauen in ihrem Leitantrag. Das nütze vor allem Frauen, weil es viel mehr Frauen als Männer gebe, die für geringe Löhne arbeiten. Ebenso wichtig für gleiche Chancen von Frauen im Arbeitsleben sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Männer und Frauen. Die ÖGB-Frauen setzen sich deshalb für einen Rechtsanspruch auf ein Papamonat mit vollem Lohnausgleich ein. „Wir brauchen aber auch Kinderbetreuung, die mit Berufstätigkeit vereinbar ist. Momentan gehen die Signale leider in die falsche Richtung“, kritisiert Schober die neue Kindergartensteuer in Oberösterreich. „Wir wollen einen Rechtsanspruch auf ein ganztägiges, ganzjähriges, leistbares und vor allem qualitativ hochwertiges Kinderbetreuungsangebot für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr.“

Arbeitszeit verkürzen, Halbe-Halbe bei unbezahlter Arbeit
Unbezahlte Arbeit darf nicht länger vorwiegend Frauensache sein, fordern die ÖGB-Frauen. Sowohl die bezahlte, als auch die Familienarbeit müssten endlich besser zwischen den Geschlechtern verteilt werden. „Wir brauchen eine familienfreundliche Arbeitswelt mit flexiblen, lebensphasenorientierten Arbeitsmodellen und vor allem eine generelle Arbeitszeitverkürzung für alle“, stellt Schober klar. Was die ÖGB-Frauen strikt ablehnen, ist eine Ausweitung der Sonntagsarbeit.

Mehr Frauen in die Führungsetagen
Frauenförderung habe viele Facetten, es müsse an vielen Rädern gleichzeitig gedreht werden. „Unser Ziel ist, dass sich der Frauenanteil in Betrieben auch in den Führungsebenen spiegelt. Dazu braucht es Frauenförderpläne. Wir wollen, dass diese Programme als erzwingbare Betriebsvereinbarungen im ArbVG verankert werden“, sagt Schober.

Elfriede Schober ist seit 2015 Vorsitzende der ÖGB-Frauen und AK-Vizepräsidentin. Die Vorchdorferin ist Vorsitzende des Arbeiterbetriebsrates bei der Firma Miba Sinter.

Im Vorfeld der ÖGB-Frauenkonferenz tagten die Fraktionen. Die Sozialdemokratischen Gewerkschafterinnen (FSG) bestätigten Sandra Saminger, Betriebsrätin in der voestalpine, als ihre Vorsitzende, die Christgewerkschafterinnen (FCG) wählten erneut die Pädagogin Petra Praschesaits zur Vorsitzenden.

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