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Oberösterreich

Frauen bläst rauer schwarz-blauer Wind entgegen

ÖGB-Frauen: Errungenschaften verteidigen, für gleiche Rechte kämpfen

Erst seit 100 Jahren dürfen Frauen wählen, erst seit den 70er Jahren ist der Schwangerschaftsabbruch entkriminalisiert, erst seit 1989 ist Vergewaltigung in der Ehe strafbar und erst seit 1993 dürfen Frauen am Arbeitsmarkt nicht mehr diskriminiert werden. Und immer noch verdienen Frauen im Schnitt um 21,7 Prozent weniger als Männer, wobei Oberösterreich im Bundesschnitt traditionell schlecht aussteigt.

Laut aufschreien und Benachteiligung bekämpfen
„Der Frauentag ist – leider – so aktuell wie eh und je“, betont ÖGB-Frauenvorsitzende Elfriede Schober. „Solange gutes Einkommen eine Frage des Geschlechts ist, das Armutsrisiko von Alleinerzieherinnen bei 40 Prozent liegt, berufstätige Frauen als Rabenmütter bezeichnet werden und gleichzeitig die Kinderbetreuung fehlt, müssen wir jede Gelegenheit nützen, laut aufzuschreien und unsere Rechte einzufordern.“

Leider entwickle sich vieles gerade in die verkehrte Richtung. „Die Kinderbetreuung war schon bisher in Oberösterreich in vielen Landgemeinden absolut unzureichend. Mit den neuen schwarz-blauen Kindergartengebühren hat die Landesregierung erreicht, dass das dürftige Angebot weiter ausgedünnt wird. Das ist Frauen-an-den-Herd-Politik in Reinkultur“, ärgert sich Schober.

Kostenlose Kinderbetreuung statt Vielverdiener-Bonus
Ein völlig falsches Signal sei auch der Familienbonus der Bundesregierung. „Während etwa ein Manager mit zwei Kindern und einem Einkommen von 6.000 Euro im Monat künftig 3.000 Euro im Jahr gutgeschrieben bekommt, geht eine Verkäuferin, ebenfalls Mutter von zwei Kindern, die 1.400 Euro verdient, leer aus. Lediglich 250 Euro pro Kind werden gutgeschrieben, wenn sie Alleinverdienerin ist“, kritisiert Schober. „Was wir wirklich brauchen würden, um berufstätigen Müttern das Leben zu erleichtern, sind flächendeckende, qualitativ hochwertige, kostenlose Kinderbetreuungseinrichtungen mit ausreichenden Öffnungszeiten.“

Einkommensgerechtigkeit jetzt!
Die ÖGB-Frauen werden nicht müde, auf Benachteiligungen von Frauen aufmerksam zu machen und mehr Gerechtigkeit zu fordern. „Was wir neben gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie eben der Kinderbetreuung brauchen, sind gerechte Einkommen! Wir brauchen mehr Einkommenstransparenz auf betrieblicher Ebene, damit Frauen wissen, was ihnen zusteht. 1.700 Euro Mindestlohn sind ein Gebot der Stunde. Und zwischen Vollzeit- und Teilzeitkräften darf es keinen Unterschied geben“, sagt Schober.

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