Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Oberösterreich

Kalliauer bei 23. ÖGB-Landeskonferenz wiedergewählt

Höchstes Gremium des ÖGB OÖ bestätigt Landesvorsitzenden

Dr. Johann Kalliauer wurde bei der 23. ÖGB-Landeskonferenz als Vorsitzender des ÖGB Oberösterreich wiedergewählt. Unter dem Motto „Mit unserer Leistung: Zukunft der Arbeit fair gestalten“ tagt das höchste Gremium des ÖGB OÖ am 19. April in der Leondinger Kürnberghalle. Kalliauer wurde mit 89,08 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Sein größtes Anliegen ist mehr Gerechtigkeit für ArbeitnehmerInnen, weshalb er sich in seinen Funktionen mit aller Kraft dafür einsetzt, dass diesen in Oberösterreich mehr Respekt für ihre Leistungen entgegengebracht wird.

Schieflage im Steuersystem
„Immerhin leisten die ArbeitnehmerInnen mit ihren Steuern einen Löwenanteil zum Gemeinwesen“, sagt Kalliauer und verweist darauf, dass alle ArbeitnehmerInnen in Oberösterreich mit ihren Abgaben-, Lohn- und Konsumsteuerleistungen mehr Steuern leisten als alle Unternehmen in Österreich zusammen. Deshalb sieht Kalliauer auch eine Schieflage im Steuersystem, die es zu beseitigen gilt: „Um mehr Gerechtigkeit zu erreichen, müssen die Steuern auf Arbeitseinkommen gesenkt und Vermögenssteuern eingeführt werden“, fordert Kalliauer.

Grundsatzprogramm beschlossen
Bei der Landeskonferenz, die alle fünf Jahre stattfindet, beschlossen die Delegierten das Arbeitsprogramm für die nächste Periode. In einem umfassenden Leitantrag sind die wichtigsten Forderungen und Positionen von Arbeitsmarktpolitik über Steuergerechtigkeit und Sozialpolitik bis zu Chancengleichheit und Bildungspolitik zusammengefasst.

Unsere Arbeit ist mehr wert
In dem Grundsatzprogramm ist die Forderung nach angemessener Anerkennung der enormen Leistungen der ArbeitnehmerInnen verankert. Dazu gehören etwa eine korrekte Abgeltung der 40 Millionen jährlich geleisteten Über- und Mehrarbeitsstunden oder die Forderung nach einem kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1700 Euro (700 Euro für Lehrlinge).

Ein starker Sozialstaat ist krisenfest
Der ÖGB bekennt sich auch klar zu den Kammern und zur Sozialpartnerschaft, die den sozialen Frieden in Österreich sichert. „Ohne Kammern gibt es keinen Kollektivvertrag“, bringt Kalliauer die dramatischen Auswirkungen einer Systemänderung für ArbeitnehmerInnen auf den Punkt. Der ÖGB fordert daher, dass an der Pflichtmitgliedschaft in den Kammern nicht gerüttelt werden darf, und spricht sich klar gegen eine Kürzung der AK-Umlage aus. Gegen eine Zerschlagung des bewährten Systems spricht sich der ÖGB auch bei der Sozialversicherung und der Unfallversicherung (AUVA) aus.

Seit 15 Jahren an der ÖGB-Spitze
Johann Kalliauer (65) ist Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich. Der gelernte Jurist kommt aus der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und steht seit 2003 als Vorsitzender an der Spitze des ÖGB Oberösterreich. Kalliauer lebt in Wels, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Zu Kalliauers StellvertreterInnen gewählt wurden Peter Casny (Gewerkschaft Öffentlicher Dienst), Harald Dietinger (Gewerkschaft Bau-Holz), Josef Madlmayr (Gewerkschaft PRO-GE), Elfriede Schober (ÖGB-Frauen) und Andreas Stangl (GPA-djp).

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

OÖ Infos@News

Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt