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Oberösterreich

GBH-Dietinger: „Regierung verhöhnt ArbeitnehmerInnen“

Über 100 Bau-Holz-BetriebsrätInnen bei Konferenz in Traun

Von der geplanten Krankenkassenfusion über die Unfallversicherung bis hin zum 12-Stunden-Tag und der Aufhebung des Kumulationsprinzips für Strafen bei Lohn- und Sozialdumping: Die Liste der von der Regierung gegen ArbeitnehmerInnen gerichteten Maßnahmen wird fast täglich länger. Um die BetriebsrätInnen über die Auswirkungen dieser Regierungspläne zu informieren, finden derzeit österreichweit Betriebsratskonferenzen der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) statt – heute kamen dazu über 100 Bau-Holz-BetriebsrätInnen aus ganz Oberösterreich nach Traun.

„Aufforderung zum Lohnraub“
Harald Dietinger, GBH-Landesgeschäftsführer, wies dabei unter anderem auf die gravierenden Auswirkungen hin, sollte tatsächlich das Kumulationsprinzip abgeschafft werden: „Das ist eine Aufforderung zum Lohnraub und eine Verhöhnung der ArbeitnehmerInnen. Warum sollte noch jemand den kollektivvertraglichen Lohn bezahlen, wenn er mit den Strafen billiger davonkommt?“ Zum weitaus größten Teil seien es nicht die heimischen Unternehmen, die Sozialdumping betreiben – 99% der Fälle würden ausländische Firmen betreffen. „Ihnen wird ausgerechnet von jenen, die immer behaupten, sie würden die Österreicher schützen, ein Freibrief ausgestellt. Damit steigt der Druck auf die heimischen Betriebe“, sagte Dietinger.

12-Stunden-Tag: Sicher nicht freiwillig
Unehrlich werde auch die Diskussion um den 12-Stunden-Tag geführt. „Wir wissen schon, dass es auch heute schon KollegInnen gibt, die 12 Stunden arbeiten. Jetzt geschieht das aber in einem geregelten Rahmen und werden Überstundenzuschläge bezahlt. Wer glaubt, dass der geplante 12-Stunden-Tag tatsächlich auf freiwilliger Basis seitens der Beschäftigten funktionieren wird, der hat noch nie einen Betrieb von innen gesehen“, schüttelte Dietinger den Kopf.

Hart treffen würden vor allem die KollegInnen am Bau die geplanten Veränderungen beim Arbeitslosengeld. „Wenn nur noch 24 Monate Arbeitslosigkeit für die Schwerarbeiterpension angerechnet werden, wird es die für die Bauarbeiter künftig nicht mehr geben“, warnt Dietinger. Gemeinsam mit dem Landesgeschäftsführer der GPA-djp, Andreas Stangl, stellte er klar: „Wir werden uns das nicht gefallen lassen. Es ist unsere Pflicht als Gewerkschafter für die Interessen der ArbeitnehmerInnen zu kämpfen.“

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