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Oberösterreich

Neues Arbeitszeitgesetz ist Angriff auf die Freizeit

ÖGB informierte bei Aktionstag über Auswirkungen für ArbeitnehmerInnen

12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich arbeiten – mit dem Anfang Juli ohne Begutachtung durchs Parlament gepeitschte und am 1. September in Kraft getretene neue Arbeitszeitgesetz ist das in Österreich Realität geworden. Der ÖGB hat quer durch Oberösterreich dazu am vergangenen Wochenende Aktionen gesetzt, um die ArbeitnehmerInnen über die negativen Auswirkungen dieses Gesetzes zu informieren. Dabei stand vor allem der Angriff auf die Freizeit der Menschen im Mittelpunkt.

„Wer soll künftig die Kinder von der Schule oder dem Kindergarten abholen?“, „Wer soll die Kinder im Sportverein trainieren, wenn die TrainerInnen 60 Stunden in der Woche arbeiten?“, „Wer soll den täglichen Einkauf erledigen?“. Das sind nur einige jener Fragen, die mit den Menschen diskutiert worden sind und die aufzeigen, dass die von der Industrie meist als Flexibilisierung, die allen zu Gute kommen würde, verkaufte Verlängerung der Arbeitszeiten tiefgreifende Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben hat.

Kalliauer: „Werden nicht leiser werden“
„Darum werden wir auch jetzt, wo das Gesetz in Kraft getreten ist, nicht leiser werden. In den Kollektivvertrags-Verhandlungen im Herbst werden wir mit einer gemeinsamen Linie aller Gewerkschaften alles daran setzen, den ArbeitnehmerInnen das zurückzuholen, was ihnen durch das Gesetz genommen worden ist“, kündigt der ÖGB-Landesvorsitzende, AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer, einen „heißen Herbst“ an.

In Linz starteten GewerkschafterInnen eine mobile Aktion, die die Menschen dort besucht hat, wo sie ihre Freizeit verbringen. Stationen waren dabei der Flohmarkt am Hauptplatz, das Café Traxlmayr, der Südbahnhofmarkt, der Spielplatz in der Schumpeterstraße in Dornach sowie das Salonschiff Fräulein Florentine. Spannende
Gespräche, interessante Diskussionen und vor allem viele Fragen haben gezeigt, dass das Thema Arbeitszeit den Menschen unter den Nägeln brennt – und sie sich, zurecht, Sorgen um ihre künftige Arbeitsrealität machen.

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