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Oberösterreich

GPA-djp verurteilt Mord an bulgarischer Journalistin

Auch Europäische Union ist gefordert

Auf das Schärfste verurteilt die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp den Mord an der bulgarischen Journalistin Viktoria Marinowa. Ihre Leiche wurde am Samstag in einem Park in der nordbulgarischen Stadt Ruse entdeckt. Noch ist zwar unklar, ob der Mord im Zusammenhang mit Marinowas beruflicher Tätigkeit stand. Sie arbeitete für den kleinen Lokalsender TVN und recherchierte dort zur mutmaßlichen Veruntreuung von EU-Geldern durch Geschäftsleute und Politiker.

„Klar ist, dass in Bulgarien die Pressefreiheit massiv unter Druck ist“, verweist Eike-Clemens Kullmann, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft, auf den unrühmlichen Platz 111 des Landes in der Rangliste der Pressefreiheit. Innerhalb der EU nimmt Bulgarien damit den letzten Platz ein. Hier sei daher nicht nur die bulgarische Regierung gefordert, sondern auch die Europäische Union. Diese müsse endlich Druck machen, die Pressefreiheit zu schützen. Übrigens nicht nur in Bulgarien. „Nach Ján Kuciak in der Slowakei und Daphne Caruana Galizia auf Malta ist das bereits der dritte Journalistenmord in der EU in weniger als einem Jahr. Und alle drei haben sie zu Korruption recherchiert.“
 

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