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Oberösterreich

KV-Verhandlungen in der Sozialwirtschaft (SWÖ) unterbrochen:

Warnstreiks und Betriebsversammlungen in Oberösterreich gestartet

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die etwa 100.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich wurden in der Nacht zum 8. Februar mangels brauchbarem Arbeitgeberangebot unterbrochen. Von heute beginnend bis Donnerstag finden in 28 Einrichtungen in Oberösterreich Warnstreiks statt. In zahlreichen anderen Betrieben gibt es Protest-Betriebsversammlungen.

Nachdem auf die zentralen Forderungen nach einer fairen Lohn- und Gehaltserhöhung, Verbesserungen für Pflegeberufe und eine Arbeitszeitverkürzung nicht eingegangen wurde und das Verhandlungsteam der ArbeitnehmerInnen das Angebot für unzureichend erklärt hatte, wurde beschlossen, von Dienstag bis Donnerstag österreichweit in Betrieben der Sozialwirtschaft Warnstreiks durchzuführen.

In Oberösterreich legen an den Streiktagen unter anderem die Beschäftigen von pro mente, Volkshilfe, Lebenshilfe, B37 und EXIT-sozial für einige Stunden die Arbeit nieder. In weiteren Betrieben, wie zum Beispiel dem Hilfswerk, PROGES und FAB finden Betriebsversammlungen zur Vorbereitung gewerkschaftlicher Kampfmaßnahmen statt, für den Fall, dass auch die nächste Verhandlungsrunde am 18. Februar ohne akzeptables Ergebnis bleibt.

„Die Staatseinnahmen sind so hoch wie nie. Großkonzerne bekommen Steuererleichterungen, aber was ist die Arbeit wert, mit der man Menschen unterstützt, die es nicht so leicht haben im Leben?“, fragt sich Manuela Pachler, Verhandlungsleiterin der GPA-djp und Betriebsratsvorsitzende von PROGES.

„Gerade Bereiche wie die Pflege sind körperliche und emotionale Schwerstarbeit. Eine angemessene Bezahlung und ein verbessertes Rahmenrecht sind unerlässlich, um den Wert der sozialen Arbeit für die Gesellschaft endlich abzubilden“, fordert Andreas Stangl, Geschäftsführer der GPA-djp OÖ.

Als Termin für eine weitere Kollektivvertragsverhandlung wurde der 18. Februar 2019 festgelegt. GPA-djp und vida fordern eine deutliche Erhöhung der KV- und IST-Gehälter unter besonderer Berücksichtigung niedriger Einkommen durch einen Mindestbetrag von 150 Euro sowie eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden pro Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich.

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