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Oberösterreich

Alarmierende AK-Studie zeigt akuten Handlungsbedarf in unseren Spitälern!

Ausfallszeiten bei der Personalplanung berücksichtigen

„Mit der Personalbedarfsstudie der Arbeiterkammer wird der akute Personalmangel in unseren Krankenhäusern nun auch wissenschaftlich belegt“, zeigt sich der Landesvorsitzende der Gewerkschaft_younion, Mag. Christian Jedinger, betrübt. Die Studie bestätige, was Kolleginnen und Kollegen in Krankenanstalten gemeinsam mit der Gewerkschaft_younion aufgezeigt haben. Die Arbeiterkammer präsentierte am 25. Juni eine über 300 Seiten starke Studie, laut der in den oberösterreichischen Krankenanstalten rund 2.500 Vollzeitäquivalente quer über alle Berufsgruppen fehlen. Vor allem die fehlenden rechtlichen Mindeststandards für Personalbesetzungen in Krankenanstalten sind hier problematisch. „Natürlich versuchen die Krankenanstalten, die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit so wenig Personal wie möglich abzuwickeln“, zeigt Jedinger sogar Verständnis für die Situation der Krankenanstaltenträger. „Unsere Kolleginnen und Kollegen, die in den Krankenanstalten beschäftigt sind, sind mittlerweile aber am Limit angelangt“. Es könne nicht im Interesse der Dienstgeber sein, die – ohnehin schon wenigen – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die hohe Belastung in Langzeitkrankenstände zu drängen. 

 

Ausfallszeiten bei der Personalplanung berücksichtigen

Dabei könnten bereits mit kleinen Anpassungen große Erleichterungen für die Beschäftigten geschaffen werden. „Würden bei der Einrechnung von Ausfallszeiten wie Urlaub, Krankenständen oder gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungen, die es im Gesundheitsbereich für viele Berufsgruppen gibt, realistischere Werte herangezogen, würde die Dienstpostenberechnung in vielen Spitälern gleich ganz anders ausschauen“, ist Jedinger überzeugt. Auch, wenn die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Krankenanstalten auf ihre Bemühungen zur Schaffung von zusätzlichen Dienstposten verweisen, kann Branko Novakovic, Zentralbetriebsratsvorsitzender im Kepler Universitätsklinikum, das nicht uneingeschränkt gelten lassen. „Auch wenn Bemühungen da sind, stellenweise mehr Personal einzusetzen: es reicht nicht aus!“, unterstreicht auch Jedinger die prekäre Situation der Beschäftigten in unseren Spitälern. 

 

Oberösterreichischer Gesundheitsgipfel gefordert

Wie schon AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer festgehalten hat, kann die Personalproblematik in den Spitälern nicht für sich alleine betrachtet werden. Alle Beteiligten im oberösterreichischen Gesundheitswesen - von den Krankenhäusern über die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die mobilen Dienste, die Alten- und Pflegeheime, die Ärzte- und Arbeiterkammer - müssen gemeinsam mit Landeshauptmann Stelzer und Landeshauptmann-Stellvertreterin Haberlander die Personalsituation ganzheitlich betrachten und sich zu einem Gesundheitsgipfel an einen Tisch setzen.

 

Personalmangel wird sich zuspitzen

„Bleibt das Land Oberösterreich hier weiterhin untätig, wird das Personalproblem sich nur weiter verschärfen“, stellt Jedinger die Verantwortung des Landes in den Mittelpunkt. Das neue Gesundheitsberuferegister wird uns im Herbst erste Zahlen nennen, wie viele Personen in der Pflege und den gehobenen medizinisch-technischen Diensten tätig sind. „Die Altersstruktur wird klar zeigen, dass der Personalmangel sich nur weiter verschärfen wird, wenn Oberösterreich nicht endlich seiner Verantwortung nachkommt. Als Gewerkschaft stehen wir für Gespräche jederzeit zur Verfügung und werden uns konstruktiv einbringen. Zum Wohle unserer Kolleginnen und Kollegen“, hält Jedinger abschließend fest.

 

 

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