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Oberösterreich

Neue GPA-djp Initiative für atypisch Beschäftigte

Neue Website www.AufDeinerSeite.at mit Informations- und Serviceangebot – Forderungen an neue Bundesregierung

Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA_djp) wendet sich mit einem neuen Online-Angebot an die immer größer werdende Gruppe der atypisch Beschäftigten in Österreich. Auf der neuen Seite AufDeinerSeite.at werden unkompliziert und übersichtlich Information, Service und Interessenvertretung für alle, die in keinem unbefristeten Vollzeit-Arbeitsverhältnis arbeiten, zusammengefasst.

Rund ein Drittel aller Beschäftigten in Österreich arbeitet inzwischen in atypischen Beschäftigungsformen.  Konkret geht es um Beschäftigte in Teilzeit, Geringfügig Beschäftigte, Befristet & Mehrfach Beschäftigte, Leihangestellte, Freien DienstnehmerInnen, Neue Selbstständige & Ein-Personen-Unternehmen sowie PraktikantInnen und VolontärInnen. Neben den Antworten auf die häufigsten Fragen zeigen wir auf, was die GPA-djp für die Betroffenen machen kann und geben Tipps, was sie selber machen können, um das Beste aus der konkreten Arbeitssituation herauszuholen.

Forderungen an Bundesregierung

Die GPA-djp wendet sich auch mit konkreten Forderungen an die Bundesregierung. So fordert die GPA-djp unter anderem eine gesetzliche Obergrenze für den Anteil an überlassenen Arbeitskräften im Unternehmen in einem ersten Schritt auf maximal 50 Prozent und in weiterer Folge auf 10 Prozent der gesamten Belegschaft. Der Durchrechnungszeitraum für den Mehrarbeitszuschlag bei Teilzeitbeschäftigung soll von drei Monaten auf einen Monat reduziert werden. Befristete Verträge sollten auch bei der ersten Befristung nur mit sachlicher Rechtfertigung möglich sein. Die Dauer der Befristung muss dabei dem Tätigkeitsniveau der Stelle entsprechen.

Dialogangebot

„Leider ist gerade das Kapitel Arbeitsrecht im Regierungsprogramm sehr dünn. In diesem Kapitel findet sich nichts darüber wie Atypisch Beschäftigte, von denen sehr viele zu den
300 000 Working Poor in Österreich zählen, also Menschen die trotz Arbeit von Armut betroffen sind, zukünftig besser abgesichert werden sollen. Im Regierungsprogramm findet sich zwar löblicherweise das Ziel die Anzahl von armutsgefährdeten Menschen zu reduzieren. Wie das aber insbesondere im Bereich der prekär bzw. atypisch Beschäftigten vonstattengehen soll, bleibt aber völlig offen.
Die rund 300.000 „Working Poor“ werden vom Ziel der Armutsreduktion ohne konkrete gesetzliche Änderungen kaum profitieren, schließlich liegt die Hauptursache für Erwerbsarmut an der prekären Situation, in der sich viele Atypische befinden“, erklärt die Vorsitzende der GPA-djp Barbara Teiber.

Die GPA-djp wendet sich deshalb mit einem Brief, in dem wir unsere Expertise anbieten, an Arbeitsministerin Christine Aschbacher und Sozialminister Rudolf Anschober. „Wir sind überzeugt, mit den von uns geforderten gesetzlichen Änderung lässt sich die Armutsbetroffenheit von atypisch Beschäftigten reduzieren. Wir hoffen, dass der Dialog mit den Sozialpartnern, der im Zuge der Regierungsbildung angekündigt worden ist und den wir ausdrücklich begrüßen, auch hier im Interesse der Betroffenen gesucht wird“ so Teiber.

 

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