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Oberösterreich

Verhandlungen zum Caritas-KV:

BetriebsrätInnen erhöhen Druck

Am heutigen Dienstag trafen sich die BetriebsrätInnen der oberösterreichischen Caritas-Einrichtungen zu einer Versammlung und einer anschließenden öffentlichen Aktion vor dem Linzer Landhaus. Sie fordern eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden.

Die Forderungen für den Kollektivvertrag für die 14.000 Beschäftigten in karitativen Einrichtungen der Katholischen Kirche in Österreich schließen sich denen der Sozialwirtschaft (SWÖ) voll inhaltlich an. Eine 35-Stunden-Woche bei vollem Personal- und Lohnausgleich soll zum einen bessere Arbeitsbedingungen und zum anderen eine bessere Entlohnung bringen.
Die Verhandlungen in der SWÖ wurden gestern Nacht erneut ergebnislos unterbrochen und es finden daher ab morgen Warnstreiks statt.
Die BetriebsrätInnen der Caritas erklären sich solidarisch mit ihren KollegInnen und fordern mit Nachdruck einen guten Abschluss.

„Eine 35-Stunden-Woche wäre die Antwort auf die massive Arbeitsverdichtung, die wir in den letzten Jahren erleben. Es gibt keinerlei Ausgleich zur Erholung für die Beschäftigten. Es verwundert uns nicht, dass der Beruf unattraktiv wirkt. Die Lösung kann aber nicht sein, dass man Pflegepersonal aus Marokko holt, so wie es der private Pflegeheimkonzern SeneCura plant“, ist Andreas Stangl, Geschäftsführer der GPA-djp OÖ empört.

„In der Branche gibt es einerseits 80 Prozent Teilzeitkräfte, von denen viele gerne ein paar Stunden mehr arbeiten würden. Leider werden aber viele Dienstposten nicht mit genügend Stunden angeboten, um eine hohe Flexibilität zu gewährleisten. Andererseits gibt es Stellen, die für eine 38-Stunden-Woche viel zu belastend sind. Eine Arbeitszeitverkürzung würde dieser Schieflage entgegenwirken“ so der Tenor auf der Konferenz.

„Seitens der Politik wird den privaten Trägern zu wenig Geld zur Verfügung gestellt, um ein vernünftiges Maß an Personal zu finanzieren. Wir stehen heute hier vor dem Landhaus, um ein Budget einzufordern, das gesunde Arbeitsbedingungen im Sozialbereich ermöglicht“, so Gisela Sabrowsky, Betriebsratsvorsitzende der Caritas für Betreuung und Pflege.

 

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