Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Oberösterreich

ÖGJ OÖ fordert Kraftakt für die Jugend

Lehrstellen und Arbeitsplätze schaffen, „koste es, was es wolle“

„Wer schon mit 15 ohne berufliche Chancen auf der Straße steht, hat einen Startnachteil, den er oft sein ganzes Berufsleben lang nicht mehr aufholen kann. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine ganze Generation wegen Corona auf der Strecke bleibt“, sagt ÖGJ-Landesvorsitzender Josef Rehberger angesichts fast 7.000 junger Arbeitsloser und mehr als 1.300 Lehrstellensuchender in unserem Bundesland. Er fordert einen Kraftakt für die Jugend. „Niemand darf zurückgelassen werden!“

Ausbildungsfonds für Betriebe
Die Folgen von Jugendarbeitslosigkeit seien nicht nur für die Betroffenen, sondern für unsere gesamte Gesellschaft dramatisch. Zudem würden die Betriebe in näherer Zukunft wieder Fachkräfte brauchen. „Wird jetzt wegen Corona nicht ausgebildet, droht ein nie dagewesener Fachkräftemangel“, stellt Rehberger klar. Deshalb brauche es Anreize für Betriebe, junge Menschen auch in dieser unsicheren Zeit auszubilden. Ein „Corona-Ausbildungsfonds“, dotiert mit 140 Millionen Euro, soll zur Unterstützung geschaffen werden. „Was bisher von der Regierung vorgeschlagen wurde, ist zu wenig!“ Dazu fordert Rehberger eine Aufstockung der Ausbildungsplätze im staatlichen und staatsnahen Bereich.

Jetzt Geld für die Jugend in die Hand nehmen
„Den jungen Menschen, die unverschuldet vor einer unsicheren Zukunft stehen, muss vor allem rasch geholfen werden. Denn je länger sie unter Zukunftsängsten leiden und das Gefühl haben, nicht gebraucht zu werden, desto schwerwiegender sind die persönlichen Folgen“, betont Rehberger. „Es ist lächerlich, wenn jetzt manche meinen, man mache Schulden auf Kosten der jungen Menschen. Das Gegenteil ist der Fall: Wird jetzt zu wenig ins Schaffen von Arbeitsplätzen investiert, zahlen wir Jungen die Zeche! ‘Koste es, was es wolle‘ muss auch für uns junge Menschen gelten.“

Artikel weiterempfehlen