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Oberösterreich

ÖGB OÖ fordert erneut höheres Arbeitslosengeld

Hofer: „Einmalzahlung ist zu wenig und schützt nicht vor Armut!“

„Eine Einmalzahlung ist keine Lösung für die 500.000 arbeitslosen Menschen in Österreich. Viele dieser Menschen werden auch in nächster Zeit keine Arbeit finden. Um sie vor Armut zu schützen, braucht es eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf mindestens 70 Prozent des letzten Einkommens“, sagt Brigitte Hofer, Sprecherin des Themenforum Arbeitslosigkeit im ÖGB OÖ. „Über eine einmalige Unterstützung werden sich viele Arbeitslose freuen, sie verhindert aber nicht den Weg in die Armut.“

Viele Menschen können sich nicht einmal das Nötigste leisten

Es sei ein Gebot der Fairness und des Anstandes, das Arbeitslosengeld jetzt auf mindestens 70 Prozent des letzten Nettogehalts zu erhöhen. Tausende Menschen seien völlig unerwartet und unverschuldet in die Arbeitslosigkeit gerutscht. „Miete oder Kreditrückzahlungen und Lebenserhaltungskosten sind gleich hoch geblieben. Wenn das Einkommen plötzlich um fast die Hälfte sinkt, kommen viele Menschen einfach nicht mehr über die Runden“, beschreibt Hofer die Lage. Damit gehe nicht nur Kaufkraft verloren, sondern auch die Würde dieser Menschen. Sie könnten sich plötzlich nicht einmal mehr das Nötigste leisten und werden zu AlmosenempfängerInnen degradiert. 

Kaufkraft erhalten statt Gnadengeschenke verteilen

Die von der Regierung beschlossene Einmalzahlung sei ein Tropfen auf den heißen Stein und bewirke keine nachhaltige Entspannung der Lage für arbeitslose Menschen und ihre Familien. „Die Ärmsten in unserer Gesellschaft werden weiter an den Rand gedrängt. Statt darauf zu schauen, dass mit einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes die Kaufkraft dieser Menschen erhalten bleibt, verteilt die Regierung Gnadengeschenke“, kritisiert Hofer.

 

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