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Oberösterreich

Zweitgrößte Pensionsschere zwischen Geschlechtern

ÖGB-Frauen wollen bessere Bedingungen für Frauen am Arbeitsmarkt

Besonders niedrige Frauenpensionen, aber Männerpensionen über dem Durchschnitt: Im Industriebundesland Oberösterreich klaffen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern besonders weit auseinander. Bereits am 11. Juli ist der „Equal Pension Day“, das ist jener Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bekommen haben, wie Frauen in einem ganzen Jahr. Das bedeutet, dass Frauen in Oberösterreich eine um im Schnitt 47,2 Prozent niedrigere Pension haben. Nur in Vorarlberg geht die Schere noch weiter auf. Oberösterreich befindet sich damit im Bundesländervergleich am unrühmlichen zweiten Platz.

Nachteile am Arbeitsmarkt schlagen sich in der Pension am deutlichsten nieder

An den niedrigen Pensionen lasse sich die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt deutlich ablesen: „Die niedrigen Pensionen sind ein Abbild klassischer Frauenerwerbsbiografien. Frauen unterbrechen häufiger und länger ihr Berufsleben, sie arbeiten häufiger Teilzeit und sie verdienen selbst bei Vollzeitarbeit weniger als Männer. All diese Faktoren führen in Oberösterreich zu einer durchschnittlichen Pensionshöhe von nur 15.022 Euro im Jahr“, berichtet ÖGB-Frauenvorsitzende Elfriede Schober.

Arbeit und Familie vereinbaren, Kinderbetreuung besser bewerten

Die ÖGB-Frauen sehen die Politik gefordert. Es brauche ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um Altersarmut von Frauen zu vermeiden. „Dazu gehört eine bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten für die Pension, genauso braucht es aber auch im gesamten Bundesland Kinderbetreuungsmöglichkeiten, die Frauen eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit ermöglichen. Gerade für Kinder unter drei Jahren braucht es mehr Plätze. Auch die Öffnungszeiten von Kindergärten lassen gerade am Land noch immer zu wünschen übrig“, stellt Schober klar.

 

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