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Salzburg
Peter Eder ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder.

Jugendlichen die Mitsprache im Betrieb weiterhin ermöglichen

„Der gestern im Landtagsausschuss beschlossene Antrag betreffend Mitspracherecht und Mitbestimmung für Jugendliche ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, ist ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler erfreut. „Mit seinem Bekenntnis zur Beibehaltung der Jugendvertrauensräte hat der Landtag gegen die Stimmen der ÖVP ein Zeichen für den Fortbestand der demokratischen Rechte Jugendlicher gesetzt. Aktuell ist im Regierungsprogramm ja die Abschaffung der Jugendvertrauensräte vorgesehen. Wird dieses Vorhaben umgesetzt, fehlt den Jugendlichen ein wichtiges Werkzeug der betrieblichen Mitbestimmung“, erklärt Hirschbichler.

Mit Lena Höckner, Fabian Petleych und Bence Puskely haben drei aktive Jugendvertrauensräte den Landtag über die Aufgaben eines Jugendvertrauensrates informiert. „Diese jungen Menschen haben mich sehr beeindruckt. Mit viel Sachverstand und Herzblut setzen sie sich täglich für die Interessen ihrer jungen KollegInnen ein“, sagt Hirschbichler.

ÖVP will ArbeitnehmerInneninteressen gezielt schwächen
ÖGB-Landesvorsitzender AK-Vizepräsident Peter Eder hat sein gewerkschaftliches Engagement als Jugendvertrauensrat bei der SAG Lend gestartet. Er weiß: „Der Jugendvertrauensrat sensibilisiert junge Menschen für die Bedeutung von Demokratie und politischer Mitbestimmung in einer Gesellschaft. Außerdem sorgt der Jugendvertrauensrat dafür, dass die Interessen der Jugendlichen in einem Betrieb vertreten werden.“
Peter Eder kritisiert das Abstimmungsverhalten der ÖVP: „Es liegt der Verdacht nahe, dass der wirtschaftsliberale Flügel in der ÖVP die Führung übernommen hat. Indem jungen ArbeitnehmerInnen ihrer demokratischen Gestaltungsmöglichkeiten beraubt werden, soll die Arbeitnehmerinteressenvertretung gezielt geschwächt werden. Das ist ein Zeichen dafür, dass die aktuelle Linie der ÖVP ausschließlich an den Interessen der Wirtschaft orientiert ist.“

Enttäuscht zeigt sich auch die ÖGB-Landesgeschäftsführerin über die Haltung der ÖVP. „Während alle Fraktionen nicht zuletzt durch die anwesenden Jugendvertrauensräte von der Notwendigkeit des Fortbestandes der Jugendvertrauensräte überzeugt werden konnten, bleibt die ÖVP bei ihrem Nein. Sie nimmt damit alleine in Salzburg 200 aktiven JugendvertrauensrätInnen die Möglichkeit zur Mitgestaltung im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements“, so Hirschbichler.

Hintergrundinfo:
JVR-Gründung ab 5 Jugendlichen im Betrieb möglich
Sobald mindestens fünf Jugendliche in einem Betrieb beschäftigt sind, kann eine Jugendvertrauenskörperschaft gegründet werden. Bei der dafür notwendigen Wahl dürfen alle Jugendlichen bis zum vollendeten 18. und alle Lehrlinge bis zum vollendeten 21. Lebensjahr ihre Stimme abgeben. Als Jugendvertrauensrat können alle Personen, die seit mindestens sechs Monaten im Betrieb beschäftigt sind und das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, kandidieren.

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