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Salzburg
Heidi Hirschbichler ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler.

Protestaktion in Salzburg: Aufstehen für soziale Gerechtigkeit

Im Rahmen einer öffentlichen Betriebsversammlung haben am Freitag, 20. April, die Beschäftigten von AUVA, UKH, GKK und PVA ihren Unmut in Bezug auf im Raum stehenden massiven Einsparungen bei der AUVA und die großen Eingriffe bei der GKK Luft gemacht. Die Beschäftigten wurden bei ihrer Protestkundgebung von den Gewerkschaften GPA-djp und vida unterstützt – insgesamt waren mehr als 2000 Menschen anwesend. Volle Unterstützung und Kampfbereitschaft signalisierte auch ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler.

„Das Sozialsystem wie wir es heute kennen wurde von Gewerkschaften hart erkämpft. Es stellt sicher, dass sich jeder Mensch in Österreich darauf verlassen kann, dass er im Notfall bestens versorgt ist. Sollte die Regierung ihre Ankündigungen umsetzen, wäre dieses System in Gefahr“, erklärt Hirschbichler. Schließlich könne niemand ernsthaft daran glauben, dass es bei der AUVA mit einem Gesamtbudget von rund 1,4 Milliarden Euro möglich sei mehr als 500 Millionen einzusparen, ohne die Leistungen zu kürzen. „Da nicht davon auszugehen ist, dass bei der Notversorgung eingespart würde, würde wohl bei der Unfallheilbehandlung und Unfallrehabilitation gespart. Schwerstverletzten, die sich die Heilbehandlung nicht leisten können, würde die Genesung nach einem Arbeitsunfall erschwert“, analysiert Hirschbichler. Die hohe Qualität der Unfallversorgung im Salzburger UKH komme auch dadurch zum Ausdruck, dass sich dort regelmäßig prominente Spitzensportler behandeln lassen.

Der Zentralisierung der Gebietskrankenkassen erteilt Hirschbichler ebenfalls eine Absage. „Wie Vertreter der Ärztekammern und Gebietskrankenkassen in ihrer Salzburger Deklaration festgehalten haben, braucht die beste Gesundheitsversorgung regionale Krankenversicherungsträger mit voller Planungs- und Budgethoheit. Diese Forderung ist wichtig und richtig: Die Salzburger Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass ihre Krankenkassenbeiträge optimal verwendet werden. Dazu müssen Entscheidungen weiterhin vor Ort gefällt werden. Es kann nicht sein, dass in Wien entschieden wird, ob im Lungau eine Kinderarztstelle geschaffen wird oder nicht. Durch ein bürokratisches Monstrum in Wien würde sich die Gesundheitsversorgung massiv verschlechtern. Die Regierung ist gut beraten ihre Pläne zu überdenken“, so Hirschbichler.

Für Hirschbichler zielen die Pläne letzten Endes auf die Privatisierung des Gesundheitssystems ab. Sollte es so weit kommen, würden nur noch jene eine gute Gesundheitsversorgung erhalten, die es sich leisten können. Amerikanische Verhältnisse wären die Folge.

„Die Gewerkschaften haben für das Sozialversicherungssystem, wie wir es heute kennen, über Jahrzehnte hart gekämpft. Wir werden es daher nicht zulassen, dass es innerhalb weniger Monate zerstört wird. Der ÖGB wird gemeinsam mit PatientInnen und Beschäftigten dafür kämpfen, dass das Sozialversicherungssystem nicht zerstört wird“, so Hirschbichler abschließend.

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