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Salzburg

Mehr als 500 Salzburger bei Großdemo gegen 12-Stunden-Tag

Rege Teilnahme zeigt große Besorgnis der Arbeitnehmer

Mit einem Sonderzug machten sich mehr als 500 Salzburgerinnen und Salzburger am Samstag gemeinsam auf den Weg nach Wien, um dort mit mehr als 100.000 KollegInnen bei der Demonstration gegen den 12-Stunden-Tag ein starkes Zeichen zu setzen. „Wenn so viele Menschen ihr demokratisches Recht nutzen, um die Bundesregierung zum Umdenken zu bewegen, dann können Bundeskanzler Kurz und sein Vizekanzler Strache das nicht länger ignorieren“, ist ÖGB-Vorsitzender und AK-Präsident Peter Eder überzeugt und ergänzt: „Der 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche gehen einzig und allein zulasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Es ist ein Anschlag auf Gesundheit, Geldbörsel, Freizeit und Familie.“

 

Breite Front gegen 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche

Eder weist zudem auf die zahlreichen kritischen Stimmen hin, die in den vergangenen Tagen von unterschiedlichsten Organisationen zu hören waren. „Die Ärztekammer hat vor den negativen Folgen für die Gesundheit gewarnt und die Bischofskonferenz spricht von einer Geringschätzung des Familienlebens – um nur zwei Organisationen zu nennen. Diese berechtigten Bedenken, kann man nicht einfach vom Tisch wischen“, so Eder.

 

Freiwilligkeit ist Augenauswischerei

ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler kritisiert darüber hinaus, dass die Regierung versuche mit der Verankerung der „Freiwilligkeit“ im Gesetz kritische Stimmen verstummen zu lassen: „Diese ‚Freiwilligkeit‘ ist nichts anderes als reine Augenauswischerei und jeder, der schon einmal in einem Betrieb gearbeitet hat, weiß, dass das in der Realität nicht so funktioniert“, ist Hirschbichler verärgert und ergänzt: „Die Bundesregierung sollte diese berechtigten Sorgen ernst nehmen, anstatt von ‚parteipolitischen Manövern‘ zu sprechen. Mit diesen Aussagen zeigt der Bundeskanzler nur, dass ihm die Sorgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht wichtig sind.“

 

Regierung muss auch für Arbeitnehmer da sein

Zudem frage sie sich, ob sich die Regierung bewusst sei, dass sie auch eine Regierung von 3,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist. „Der 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche sind ja nur der Höhepunkt dieser arbeitnehmerfeindlichen Politik. Das Ende der Aktion 20.000, das Aus für die Notstandshilfe, die Kürzungen bei der Mindestsicherung, die Abschaffung der Jugendvertrauensräte, die Verschärfungen bei der Zumutbarkeit für Arbeitslose, die geplante Abschaffung der AUVA, die sinnlosen Zusammenlegungen bei den Sozialversicherungsträgern sind Beispiele dafür, dass es der Regierung in all ihrem Tun darum geht, die Einflussmöglichkeiten der ArbeitnehmerInnen zu schwächen und den Sozialstaat letztendlich abzuschaffen“, so Hirschbichler erbost.

 

Gewerkschaft erfreut über steigende Mitgliedszahlen

Wie die steigende Anzahl an Neu-Mitgliedern bestätigt, erkennen immer mehr Menschen die wahren Interessen der Bundesregierung und begrüßen den eingeschlagenen Weg des Gewerkschaftsbundes. „Offensichtlich können die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genau unterscheiden wer ihre Interessen vertritt und wollen die gewerkschaftliche Position im politischen Wettbewerb mit ihrer Mitgliedschaft stärken“, so ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder erfreut.

 

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