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Salzburg

Verleihung des 1. Salzburger Betriebsräte-Awards

ÖGB & AK Salzburg holen die Heldinnen und Helden des Alltags vor den Vorhang.

ÖGB & AK Salzburg widmen den Salzburger BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen & JugendvertrauensrätInnen einen ehrwürdigen Abend in der Residenz, um die Heldinnen und Helden des Alltags vor den Vorhang zu holen.

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Betriebsräte-Gesetz“ veranstalteten der ÖGB und die AK Salzburg gestern die Verleihung des 1. Salzburger Betriebsräte-Awards. „Dieser Abend steht im Zeichen unserer Betriebsrätinnen und Betriebsräte, Personalvertreterinnen und Personalvertreter sowie unserer Jugendvertrauensrätinnen und Jugendvertrauensräte. Sie alle sind unsere Sieger. Für ihr tagtägliches Engagement und ihren Einsatz gebührt ihnen die höchste Auszeichnung und größte Wertschätzung.“, fasst ÖGB-Landesvorsitzender und AK-Präsident Peter Eder den Abend zusammen.

„Wir haben das heurige Jahr anlässlich des Jubiläums des ersten Betriebsräte-Gesetzes unter das Motto ‚Ein guter Rat – Betriebsrat‘ gestellt, um die Vertreterinnen und Vertreter der innerbetrieblichen Demokratie vor den Vorhang zu holen. Den Höhepunkt bildete die gestrige Veranstaltung, denn damit wollten wir unsere Heldinnen und Helden des Alltags, die sich jeden Tag ehrenamtlich für ihre KollegInnen im Betrieb einsetzen, besonders würdigen und welcher Ort wäre dafür besser geeignet, als die ehrwürdige Residenz“, informiert ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler und ergänzt: „Gestern ging es nicht nur darum, in sechs Kategorien Sieger auszuzeichnen, sondern die Vielfalt unserer Betriebsräte und Personalvertreter vor den Vorhang zu holen.“

An diesem Abend kamen hochrangige Vertreter aus der Politik, der Sozialpartnerschaft, der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite zusammen, um gemeinsam die Verankerung der innerbetrieblichen Demokratie und deren VertreterInnen zu würdigen, deren Grundlage mit dem Betriebsräte-Gesetz geschaffen wurde. „Engagement in der Wirtschaft beinhaltet nicht nur, mit innovativem Unternehmertum Salzburg als leistungsstarken Standort voranzubringen, sondern bedeutet auch, sich für Arbeitskolleginnen und -kollegen und ein optimales Arbeitsumfeld zur bestmöglichen Entfaltung der Potenziale der Beschäftigten einzusetzen. Der 1. Salzburger Betriebsräte-Award anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Betriebsrätegesetz prämiert genau jene Betriebsrätinnen und Betriebsräte und Personalvertreterinnen und Personalvertreter, die sich in diesem tagtäglichen Engagement durch außergewöhnliche Erfolge ausgezeichnet haben und das Gemeinsame in den Vordergrund stellen“, so Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer.

 

117 Nominierungen

In den vergangenen Wochen sind ca. 117 Nominierungsbögen eingelangt, in denen die Errungenschaften und das Engagement der BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und JugendvertrauensrätInnen zum Vorschein kamen. Da nicht nur Einzelpersonen sondern auch Teams nominiert wurden, gab es damit insgesamt Nominierungen für knapp 200 VertreterInnen der innerbetrieblichen Demokratie. Die Jury, die sich aus ÖGB-Landesvorsitzenden und AK-Präsident Peter Eder, ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler, ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann, Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Heinrich Schellhorn, Univ. Prof. Dr. Walter Pfeil, Thomas Hödlmoser (Betriebsrat SN & Vorsitzender der Journalistengewerkschaft), Ricky Knoll (Gründungsmitglied im Betriebsrat der Salzburger Woche) und Peter-Paul Hahnl (Betriebsrat ORF Salzburg) zusammensetzt, hatte nach Durchsicht der Unterlagen die Qual der Wahl, um durch eine Punktevergabe die Sieger in den sechs Kategorien zu ermitteln. „All die Nominierungen zeigen, welch unglaubliche Leistungen unsere BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen jeden Tag leisten. Ob Gewinner oder nicht, sie alle sind unsere Heldinnen und Helden des Alltags“, fassen Hirschbichler und Eder das Nominierungsverfahren zusammen.

Gewinner in sechs Kategorien

Insgesamt gab es sechs Kategorien in denen die Nominierungen vorgenommen wurden. Die Kategorie Neugründung bildete die erste unter den sechs. Die Jury kürte in dieser Kategorie das neu gewählte Betriebsrats-Team in der Firma Trilety in Hallein. „30 Jahre lang gab es immer wieder Versuche, in der Firma Trilety einen Betriebsrat zu verankern. Mit dem jungen, engagierten Team aus Sebastian Fritz, Michael Krallinger und Bernhard Ramsauer, konnte letztes Jahr endlich eine erfolgreiche Betriebsratswahl durchgeführt werden. Heute begegnen sich die Geschäftsleitung und das Betriebsrats-Team in den Verhandlungen auf Augenhöhe und konnten schon viele gute Vereinbarungen für die MitarbeiterInnen aushandeln, von denen beide Seiten profitieren“, informiert Eder.

In der Kategorie Jugendvertrauensrat ging der Preis an Raphael Kaufmann von der Firma Bosch in Hallein. Ein Jugendvertrauensrat, der nicht nur im Betrieb seinen jungen KollegInnen eine starke Stimme verleiht, sondern auch in der Gewerkschaft. Immerhin ist Raphael Kaufmann der Jugendvorsitzende der Gewerkschaft Pro-Ge in Salzburg und wurde vergangenen Freitag mit 100 Prozent zum neuen ÖGJ-Vorsitzenden in Salzburg gewählt.

In der Kategorie Innovation war die Entscheidung sehr knapp, denn all die außergewöhnlichen Projekte, die zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, die unsere Betriebsräte und Personalvertreter haben, um das Arbeitsumfeld ihrer KollegInnen zu verbessern, beeindruckten die Mitglieder der Jury sehr. Die Auszeichnung ging letzten Endes an den Betriebsrat Ernst Schiechl von Provinzenz, der in all den Jahren, in denen Schloss Schernberg umgebaut und auf vier Standorte verteilt wurde, durch seinen Einsatz für die KollegInnen und seinen Ideenreichtum maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich die Arbeits- und Wohnsituation der KollegInnen und der BewohnerInnen verbessert hat.

In der Kategorie Solidarität erhielt Walter Eigenstuhler, Betriebsrat im Druckzentrum Salzburg die Auszeichnung. Walter Eigenstuhler hat in all seinen Jahren als Betriebsrat viele Maßnahmen gesetzt und konnte damit durch seinen Kampfgeist und seinen Ideenreichtum immer wieder die Arbeitssituation für seine KollegInnen verbessern sowie auch den Abbau von Arbeitsplätzen verhindern. In einer Branche, in der es seit vielen Jahren keinen Kollektivvertrag mehr gibt, ist das keine leichte Aufgabe.

Betriebsräte und Personalvertreter sind das Rückgrat der Gewerkschaft und die Mitglieder das Herzstück. Denn je mehr Mitglieder die Gewerkschaft hat, desto schlagkräftiger ist sie auch in Verhandlungen. In der Kategorie Mitgliederwerbung ging die Auszeichnung an das Team von LIDL, die seit ihrer Gründung einen Organisationsgrad von mehr als 30 Prozent erzielen konnten und das in nur wenigen Jahren.

Als letztes wurden die Gewinner in der Kategorie Lebenswerk ausgezeichnet. Da es hier in der Jury-Sitzung einen Punktegleichstand zwischen zwei KandidatInnen gab, wurden zwei Personen ausgezeichnet, die sich ihr gesamtes Leben lang durch besondere Errungenschaften für ihre KollegInnen ausgezeichnet haben. Johann Brunner war Betriebsrat in der SALK CDK und hat sich in all den Jahren seiner Tätigkeit ständig dafür eingesetzt, die Arbeits- und Lohnsituation seiner KollegInnen zu verbessern. Ausgezeichnet wurde in dieser Kategorie auch Brigitte Krassnig-Kircher, Personalvertreterin und Betriebsrätin an der Universität Salzburg. Sie konnte in all den Jahren viel für ihre KollegInnen erreichen. So zum Beispiel bei der Ausgliederung der Universitäten im Jahr 2004 und der daraus resultierenden Ausgliederung des Universitätspersonals. In diesem Prozess hat sie sich vor allem durch ihr Verhandlungsgeschick bei den neu zu schaffenden Kollektivverträgen ausgezeichnet.

„Wir gratulieren nicht nur den Gewinnerinnen und Gewinnern des heutigen Abends sondern bedanken uns bei allen 200 BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und JugendvertrauensrätInnen sowie bei all jenen die dieses Mal noch nicht dabei waren. Die knapp 6000 BetriebsrätInnen und PersonalvetreterInnen in Salzburg legen jeden Tag den Grundstein für unsere gewerkschaftliche Arbeit in den Betrieben und leisten einen ungemein wertvollen Beitrag, um das Arbeitsleben in den Betrieben stetig zu verbessern.“, fassen Hirschbichler und Eder ihre Gratulationswünsche zusammen.

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