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Salzburg
AbsolventInnen Die AbsolventInnen der Gewerkschaftsschul-Lehrgänge aus der Stadt Salzburg und aus Hallein.

Gewerkschaftsschule erfolgreich abgeschlossen

Zum Abschluss ihrer gewerkschaftlichen Ausbildung präsentierten die TeilnehmerInnen der Gewerkschaftsschullehrgänge aus der Stadt Salzburg und aus Hallein kürzlich ihre Projektarbeiten. Die 100 anwesenden Gäste waren von den fachlich fundierten und hochinteressanten Präsentationen, die sich mit dem Leitthema „Zukunft der Arbeit fair gestalten“ befasst haben, begeistert. Im Anschluss an die Präsentationen wurden die Zertifikate durch ÖGB-Landesvorsitzenden AK-Präsidenten Siegfried Pichler und ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler überreicht.

Im Rahmen ihrer jeweiligen Projektarbeiten haben sich die diesjährigen Abschlussklassen mit dem Leitthema „Zukunft der Arbeit fair gestalten“ auseinandergesetzt.
Ein Teil des Salzburger Gewerkschaftsschul-Lehrgangs hat sich unter dem Titel „Industrie 4.0 – Arbeit in der Zukunft. Chancen und Risiken der zukünftigen Welt“ mit dem Thema befasst. Eine Straßenbefragung hat durchaus interessante Ergebnisse geliefert und gezeigt, dass die zunehmende Digitalisierung bei weitem nicht von allen Menschen positiv wahrgenommen wird. So waren rund 40 Prozent der Meinung, dass die Anforderungen in ihrer beruflichen Tätigkeit steigen werden. Gleichzeitig gaben die Befragten an, dass sie der Meinung sind, dass die steigenden Anforderungen nicht entsprechend auf das Einkommen auswirken würden. 80 Prozent der Umfrage-TeilnehmerInnen sieht das „Abschöpfen“ der Daten kritisch. 70 Prozent befürchten, dass ihre Daten missbräuchlich verwendet werden.
Aus diesen Erkenntnissen wurden gewerkschaftliche Forderungen wie die Gewährleistung des Datenschutzes auf betrieblicher Ebene unter Miteinbeziehung von BetriebsrätInnen und ein Ausbau der medialen Bildung formuliert.

Eine ähnliche Herangehensweise wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gewerkschaftsschule Hallein, die ihr Projekt „Die Digitalisierung ist unvermeidlich – gestalten wir die Zukunft der Arbeit mit“ nannten. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken des digitalen Wandels wurde im Rahmen einer Straßenbefragung die Meinung der Bevölkerung zum Thema abgefragt. Dabei hat sich gezeigt, dass sich die Halleiner sehr viele Gedanken über die Zukunft der Arbeit machen. Sie sehen die Entwicklung zwar kritisch, fühlen sich jedoch durch die Digitalisierung in ihrer beruflichen Existenz nicht bedroht. So hat der Großteil der Befragten angegeben, dass sie im Supermarkt den Kontakt mit der Kassiererin bevorzugen. Im Fall des Falles ziehen sie Pflege durch Menschen der Pflege durch Roboter vor. Darüber hinaus ist die Mehrheit der Befragten überzeugt, dass die Zukunft der Arbeit positiv gestaltet werden kann.

Die zwei weiteren Gruppen des Salzburger Gewerkschaftsschul-Lehrgangs haben die Projekte „Starten statt warten. Info für Lehrlinge zum Jugendvertrauensrat“ und „Mein Papa rockt das! Informationen rund um das Thema Väterkarenz“ entwickelt. Herausgekommen sind bei beiden Produkten praktische und informative Folder, die wichtige Informationen zum Thema Jugendvertrauensrat bzw. Väterkarenz liefern. Diese stehen ab sofort BetriebsrätInnen zur Verteilung im Betrieb zur Verfügung.

Weiterbildung ist Gebot der Stunde
In seiner Ansprache vor der Zertifikatsverleihung betonte Siegfried Pichler die Notwendigkeit gewerkschaftlicher Ausbildung. „Die Herausforderungen in der Arbeitswelt steigen von Jahr zu Jahr. Damit BetriebsrätInnen in der härter werdenden und sich rasch ändernden Berufswelt bestens gerüstet sind, bedarf es ständiger Fort- und Weiterbildung“, sagte Pichler. Dieser Einsatz mache sich bezahlt und lasse sich wissenschaftlich belegen. So zeige der Arbeitsklimaindex unter anderem, dass die ArbeitnehmerInnen in Betrieben mit Betriebsrat besser verdienen und zufriedener sind. Dies wiederum erhöhe die Produktivität in Betrieben.

Dank für gewerkschaftliches Engagement
ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler dankte den anwesenden AbsolventInnen für ihr gewerkschaftliches Engagement. „Engagierte BetriebsrätInnen machen uns stark. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Interessen der ArbeitnehmerInnen bestmöglich vertreten werden. Mit den jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen wird sichergestellt, dass ein Teil des Wirtschaftswachstums auch den Beschäftigten zu Gute kommt – dies hat kürzlich der IWF hervorgehoben und vor einer Schwächung der Gewerkschaften gewarnt“, sagte Hirschbichler.
Die Bedeutung von BetriebsrätInnen könne daher gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. „BetriebsrätInnen opfern oftmals einen Teil ihrer Freizeit im Interesse der Mitmenschen. Wenn sie sich als Gewerkschaftsschüler noch dazu zwei Jahre lang an einem Abend pro Woche weiterbilden, gebührt ihnen noch mehr Dank und Anerkennung. Dank ihnen ist die Gewerkschaft so lebendig wie sie es heute ist“, sagte Hirschbichler.

Gewerkschaftsschule bietet umfassende gewerkschaftliche Ausbildung
Für die 32 Gewerkschaftsschüler war der gestrige Abend der Höhepunkt ihrer Ausbildung. Um sich zu den mittlerweile 1350 AbsolventInnen der Salzburger Gewerkschaftsschule zählen zu können, haben sie zwei Jahre lang einmal in der Woche die „Schulbank“ gedrückt und mehrere Wochenendseminare besucht. Die AbsolventInnen, die aus den verschiedensten Unternehmen kommen, sind nunmehr für die Herausforderungen der Arbeitswelt bestens gerüstet. In ihrer zweijährigen Ausbildung haben sie sich Grundkenntnisse in gewerkschafts-, sozial-, wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen angeeignet. Wichtiger Bestandteil der Ausbildung waren auch die Sozialkompetenztrainings, die aus Kommunikation, Gruppendynamik, Gesprächsführung, Verhandlungen führen, Moderieren, Rhetorik und Konfliktbewältigung bestanden.

 

 

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