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Salzburg

Peter Eder zum neuen Landesvorsitzenden gewählt

96,7% Zustimmung: Spitzenergebnis für Peter Eder

Bei der 21. Landeskonferenz des ÖGB Salzburg am 13 Oktober 2017 wurde AK-Vizepräsident Peter Eder mit 96,7 Prozent der Stimmen zum neuen ÖGB-Landesvorsitzenden gewählt. Eder wertete das tolle Ergebnis als enormen Vertrauensvorschuss. In Anlehnung an das Konferenzmotto betonte er, dass in der Arbeitswelt der Zukunft die Interessen der ArbeitnehmerInnen nicht ins Hintertreffen gelangen dürften. Er appellierte an alle Anwesenden auch in Zukunft Schulter an Schulter für die Rechte der ArbeitnehmerInnen zu kämpfen.

Arbeit und Einkommen gerechter verteilen
„Wir brauchen eine faire Verteilung der Arbeit. Es kann nicht sein, dass Menschen krank werden, weil sie dem Druck der Arbeitswelt nicht mehr standhalten und von ihnen immer mehr Überstunden gefordert werden. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse und die Arbeitslosigkeit sinkt nicht im gewünschten Maß“, sagte Eder. „Die Menschen benötigen aber auch Arbeit, mit einem Einkommen mit dem sie das Auskommen finden. Mit einer fairen Lohnpolitik muss sichergestellt werden, dass auch die ArbeitnehmerInnen einen gerechten Teil vom Wohlstandskuchen bekommen, führte der neue Landesvorsitzende aus.

Sozialsystem muss für die Menschen da sein
„Es gibt viele Themen, die wir nur gemeinsam erfolgreich bewältigen können. Wir müssen uns gegen weitere sogenannte Pensionsreformen wehren. Die Menschen leiden bereits jetzt unter der schwarz-blauen Pensionsreform, die zu einer dramatischen Verringerung der Ansprüche geführt hat. Die Krankenkassen dürfen nicht zusammengelegt werden. Es ist nicht einzusehen, dass ein gut funktionierendes System der regionalen Selbstverwaltung gegen ein zentralistisches System eingetauscht werden soll, bei dem dann in Wien entschieden werden soll, ob wir in Tamsweg oder Mittersill ein Krankenhaus brauchen oder nicht. Wir müssen weiter aktiv an der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit mitwirken. Mit der Aktion 20.000 wurde da schon ein guter Impuls gesetzt. Weitere müssen folgen “, sagte Eder. „Ich bekenne mich zu einer aktiven Arbeitsmarktpolitik. Diese ist ein gutes Rezept, um niedrig Qualifizierte für die Herausforderungen des Arbeitsmarktes zu wappnen und sie auf den digitalen Wandel vorzubereiten.“

Als weitere wichtige Themen nannte Eder den Ausbau der flächendeckenden Ganztagesschulen, um Chancengleichheit für alle Kinder zu gewährleisten, den Ausbau der Kleinkindbetreuung mit arbeitnehmerfreundlichen Öffnungszeiten und die gerechte Verteilung der Arbeitszeit. „Wir brauchen keinen allgemeinen 12-Stunden-Tag wenn man weiß, dass Österreichs Arbeitnehmer bereits jetzt sehr flexibel sind und jährlich rund 250 Millionen Überstunden – viele davon unbezahlt – leisten“, sagte Eder.

Gemeinsam für Gewerkschaften und Arbeiterkammer
Um diese Themen im Sinne der Arbeitnehmer zu bewältigen, appellierte Eder für ein gemeinsames Auftreten gegen jene, die sich die Schwächung der Gewerkschaften und der Kammern zum Ziel gesetzt haben. „Ich möchte den ÖGB wieder mehr in die Öffentlichkeit bringen, damit wir auch jene Menschen besser erreichen, die in keinem gewerkschaftlich organisierten Betrieb arbeiten und somit wenig Kontakt zur Gewerkschaft haben“, so Eder.

 

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