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Salzburg

Stronach zeigt sein wahres Gesicht

Gewerkschaftsfeind Stronach hat in keiner Regierung etwas verloren

Erschüttert über die aktuellen Ausritte von Parteichef Frank Stronach gegen die Gewerkschaften zeigen sich ÖGB-Landesvorsitzender AK-Präsident Siegfried Pichler und ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler.

„Nach diversen Ausritten in der Vergangenheit ist die Katze endgültig aus dem Sack. Steuerflüchtling und Möchtegern-Politiker Stronach bläst zum Angriff gegen die Gewerkschaften. Da er in einer Demokratie den ÖGB als freiwillige Interessensvertretung der Arbeitnehmer nicht ausschalten kann, wird er wohl bald auf die weitere bedeutende Arbeitnehmervertretung - die Arbeiterkammern - losgehen", sagt Pichler. So habe Stronach schon durchklingen lassen, dass er die Mitgliedschaft zur Arbeiterkammer auf eine freiwillige Basis stellen wolle. „Dieses Vorhaben würde die Interessenvertretung der Arbeitnehmer schwächen. Wir werden diese Angriffe daher sicher nicht tatenlos hinnehmen. Sollte Stronach seinen Kurs nicht ändern, kann er sich schon einmal warm anziehen."

Gewerkschaftsfeind Stronach hat in keiner Regierung etwas verloren
Angesichts der aktuellen Aussagen, zeigt sich Pichler umso enttäuschter über den Meinungsschwenk der Salzburger Grünen. „Im Selbstverständnis der Grünen wird Demokratie groß geschrieben. Wieso sie jetzt den Steigbügelhalter für eine durch und durch undemokratische Bewegung geben ist mir schleierhaft. Wenn das der vollmundig angekündigte Neubeginn für Salzburg sein soll, dürfen sich die ArbeitnehmerInnen auf finstere Zeiten gefasst machen", warnt Pichler. „Das Team Stronach hat mit so einer arbeitnehmerfeindlichen Einstellung in keiner Regierung etwas verloren!"

ÖVP und Grüne sollen Entschluss noch einmal überdenken
ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler fordert daher die ÖVP und Grünen auf, ihren Entschluss zur Regierungsbildung mit Stronach im Sinne der 235.000 unselbstständig Beschäftigten Salzburger und der 65.000 Gewerkschaftsmitglieder noch einmal zu überdenken. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass insbesondere die grüne Wählerschaft, die mit ihrer Stimmabgabe für einen Kurswechsel in Salzburg votiert hat, diese undemokratischen Zielsetzungen von Frank Stronach gut heißt. Für viele ArbeitnehmerInnen sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen ohnehin schon schwierig genug. Die Ausschaltung von Gewerkschaften führt dazu, dass Menschen- und ArbeitnehmerInnenrechte mit Füßen getreten werden", erklärt Hirschbichler. „Ohne freie Gewerkschaften kann es keine Demokratie geben!"

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