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Salzburg

Nicole Peer hat Lehre erfolgreich absolviert

ÖGB kommt seiner Ausbildungsverantwortung nach

Die Statistik belegt es eindeutig: Salzburger Unternehmen bilden immer weniger Lehrlinge aus. Wurden 1980 in Salzburg noch 13.819 Lehrlinge ausgebildet, waren es im Jahr 2010 nur noch 10.308 und im Jahr 2011 10.062 - Tendenz weiter sinkend. Mit dem Konzept der Fachkräftemilliarde möchte der ÖGB die Wirtschaft zum Umdenken bewegen und dazu beitragen, dass mehr Lehrlinge ausgebildet werden. Dadurch würde auch dem immer wieder postulierten Fachkräftemangel entgegengewirkt.

Indes geht der ÖGB mit gutem Beispiel voran. Mit der 17-jährigen Salzburgerin Nicole Peer hat beim ÖGB Salzburg heute, Donnerstag, der erste Lehrling seine Ausbildung als Bürokauffrau erfolgreich abgeschlossen. Nach der heutigen Abschlussprüfung gratulierte das Team der ÖGB-Landesorganisation ihrer Kollegin. "Wir sind stolz auf die guten Leistungen von Nicole, die sowohl im schulischen Bereich als auch in der betrieblichen Praxis ihr Talent gezeigt hat", sagt ÖGB-Landessekretärin Heidi Hirschbichler. Gleichzeitig freut sich Hirschbichler darüber Nicole Peer in das Team des ÖGB Salzburg aufnehmen zu dürfen.

Nachdem nunmehr der erste Lehrling seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, wird im September wieder ein Lehrling ausgebildet. "Wir werden den eingeschlagenen Weg fortsetzen und kommen somit unserer Verantwortung zur Ausbildung nach", sagt Hirschbichler.

Fachkräftemilliarde - Das ÖGJ-Konzept

Zur fairen Finanzierung der Lehrlingsausbildung fordert die ÖGJ eine Fachkräftemilliarde. Ein Prozent der Bruttoentgeltsumme soll von den Unternehmen eingehoben werden. 2009 wären so aus der Lohnsumme der Vollzeitbeschäftigten 756,2 Millionen Euro zur Verfügung gestanden. Rechnet man die Teilzeitbeschäftigten mit, kommt man auf eine Milliarde Euro für die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften - Mehreinnahmen von 850 Millionen Euro im Vergleich zum derzeitigen Modell, wonach die Betriebe in den Insolvenzfonds Geld für die Lehrstellenförderung einzahlen. Geld aus der Fachkräftemilliarde soll dann an jene (derzeit gerade 20 Prozent der) Unternehmen fließen, die Lehrlinge ausbilden. Außerdem sollen aus der Fachkräftemilliarde die Plätze in überbetrieblichen Ausbildungsplätzen finanziert werden, die derzeit der Bund (über das AMS) finanziert. Ersparnis für die SteuerzahlerInnen: 150 Millionen Euro pro Jahr.

 

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