Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Salzburg

Gewerkschaftsjugend fährt mit 40 Tonner nach Bosnien

Eine unerwartet große Dimension hat die Spendenaktion der ÖGJ Salzburg für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Bosnien angenommen. Was zu Beginn der Woche noch als Hilfslieferung per Kleinbus angedacht war, hat sich im Laufe der Woche zum Großprojekt entwickelt. Dank eines Schulterschlusses quer durch die Salzburger Betriebe fährt heute, Freitag, Mittag ein 40-Tonnen-Lkw plus Kleinbus nach Bosnien. Im 700 Kilometer entfernten Orasje und in dessen Umgebung werden dann die Hilfsgüter verteilt.

Betroffenen fehlt es an den notwendigsten Dingen
Federführend verantwortlich sind ÖGJ-Sekretär Samed Aksu, PRO-GE-Sekretär Krunoslav Zuparic und ÖGJ-Vorsitzender Marco Kern. „Am Montagvormittag haben wir bei einem Gespräch über die Ereignisse in meiner Heimat spontan beschlossen zu helfen“, erklärt Zuparic. „Aus Gesprächen mit Verwandten und Freunden wurde mir die Situation hautnah geschildert. Die Menschen in den betroffenen Gebieten stehen vor dem Nichts. Sie haben all ihr Hab und Gut verloren. Es fehlt an Wasser und Lebensmitteln aber auch an Kleidung, da viele Betroffene in der Nacht vor den Fluten geflüchtet sind.“

Überwältigende Spendenbereitschaft
Aus dem Plan zumindest die notwendigsten Güter mit einem Kleinbus nach Orasje zu bringen, ist sehr schnell eine große Hilfsaktion geworden. „Wir waren zwar davon überzeugt, dass wir einen Kleinbus vollbekommen würden, das Ausmaß der nun zur Verfügung gestellten Hilfsgüter hat uns jedoch überwältigt“, erklärt Samed Aksu. „Neben zahlreichen Spenden von Einzelpersonen hat die Unterstützung durch unsere BetriebsrätInnen entscheidend zum nunmehrigen Erfolg beigetragen. Die BetriebsrätInnen waren es, die den Kontakt mit den Geschäftsführungen von C+C Pfeiffer, EZA, SPAR, Fahnen Gärtner – um nur einige zu nennen – hergestellt haben. Wir haben Wasser, Nahrungsmittel, Babynahrung, Kleidungsstücke, Hygieneartikel und Werkzeug dabei.“

40 Tonner kostenlos zur Verfügung gestellt
Besonderer Dank gebühre zudem dem Transportunternehmen Ebner in Thalgau. „Firmenchef Johann Reissinger hat ohne zu Zögern einen 40-Tonnen-Lkw plus zwei Fahrer, Kraftstoff und alle Mautgebühren unentgeltlich zur Verfügung gestellt“, sagt Marco Kern.


Die Organisation der Hilfsaktion hat die Gewerkschaftsjugend vor einige Herausforderungen gestellt, die jedoch allesamt lösbar waren. „Die größte Herausforderung war sicherlich die zahlreichen Spenden zentral zu sammeln, um sie in weiterer Folge auf den Lkw laden zu können. Aufgrund der großen Anzahl von Gütern war es eine logistische Herausforderung alles zu sammeln und transportbereit zu machen“, erklärt Aksu.

Artikel weiterempfehlen