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Salzburg

Stöckl ist Totengräber des leistbaren Wohnens

Empört reagiert der Vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz AK-Vizepräsident Othmar Danninger auf den Plan von Finanzreferent Stöckl, den Wohnbaufonds zu plündern und die erzielten Gelder zur Budgetsanierung zu verwenden. „Es ist Diebstahl an der Allgemeinheit wenn Wohnbaugeld zur Sanierung des Budgets verwendet wird", nimmt sich Danninger kein Blatt vor den Mund. "Dieses Geld gehört nämlich jenen, die Wohnbauförderungsbeiträge bezahlen. Sie und nachfolgende Generationen haben das Recht darauf, dass Gelder aus der Wohnbauförderung zur Finanzierung von leistbarem Wohnraum verwendet werden."

Aktueller Wohnbaufonds aus politischem Kalkül schlechtgeredet
Der nunmehr vorgelegte Plan zeige deutlich, dass es der Landesregierung niemals um Verbesserungen beim Wohnbaufonds gegangen ist, sondern stets lediglich um dessen Plünderung. "Seit ihrem Amtsantritt redet die Landesregierung das Blachfellner-Modell schlecht. Wenn es wirklich so schlecht wäre wie von der aktuellen Landesregierung stets behauptet, dann könnten aus diesem Titel wohl kaum 600 Millionen Euro zur Sanierung des Budgets verwendet werden", erklärt Danninger.

Künftige Generationen werden ihrer Chancen beraubt
Der eingeschlagene Weg erinnere ihn jedenfalls sehr stark an die Arbeitsweise des früheren Finanzministers Karl Heinz Grasser. "Auch KHG hat geglaubt mit dem Verkauf von Wohnungen das Budget sanieren zu können. Was von dieser Zeit übrig geblieben ist, ist allgemein bekannt. Ich befürchte, dass es auch in Salzburg bei diesem Verkauf nur einen Gewinner geben wird - nämlich die Banken. Als Konsequenz werden die Menschen im Eigentumsbereich mit dem Zinsrisiko allein gelassen, im Mietbereich werden sie höhere Mieten stemmen müssen. Das Bedauerlichste ist, dass diese Vorgehensweise künftigen Generationen die Chance auf leistbares Wohnen raubt. Gleichzeitig werden Arbeitsplätze vernichtet wenn künftig weniger geförderte Wohnungen gebaut werden. Familiensilber zu verkaufen ist kein Konzept, sondern wälzt heutige Schulden lediglich auf die nächste Generation um", schließt Danninger.

 

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