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Salzburg

Tag der Lehre: Verfügbare Lehrstellen werden weniger

Anlässlich des Tags der Lehre (29. 10.) weist die Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) auf die triste Situation auf dem Salzburger Lehrstellenmarkt hin. Im Jahresvergleich standen im September 2014 mit 832 offenen Lehrstellen um 65 Lehrstellen (-7,2%) weniger als ein Jahr zuvor zur Verfügung. Ohne Lehrstellen im Fremdenverkehr (527, -34) gibt es in Salzburg 305 (-31) offenen Lehrstellen. 
Während die Zahl der offenen Lehrstellen abgenommen hat, hat die Zahl der Lehrstellensuchenden um 106 Jugendliche auf 409 (+35%) zugenommen. 
 
Zusätzliche Lehrstellen dringend notwendig
„Die aktuellen Zahlen sind besorgniserregend“, sagt ÖGJ-Vorsitzender Marco Kern. „Wenn immer weniger Lehrstellen zur Verfügung stehen, fehlen uns in naher Zukunft die Facharbeiter in den heimischen Betrieben. Beim Blick auf die Lehrstellenstatistik der vergangenen Jahre fällt auf, dass sich die Situation von Jahr zu Jahr verschlechtert. Österreichweit bilden nur mehr 20 Prozent der Betriebe, die ausbilden könnten, aus. Die Wirtschaft ist daher dringend dazu aufgefordert zusätzliche Lehrstellen zu schaffen“, stellt Kern klar.
 
ÖGJ fordert Fachkräftemilliarde
Jugendsekretär Samed Aksu erneuert die ÖGJ-Forderung nach einer Fachkräftemilliarde. „Wenn es der Regierung gelingt, die Lehrlingsausbildung für die Wirtschaft finanziell attraktiv zu machen, werden auch wieder mehr Lehrlinge ausgebildet“, erklärt Aksu. Das Konzept der Fachkräftemilliarde sieht vor, dass ein Prozent der Bruttoentgeltsumme von den Unternehmen über die Sozialversicherung eingehoben wird. ÖGB-Berechnungen haben ergeben, dass so rund eine Milliarde Euro zusammenkommen würden. Das Geld soll dann an jene (derzeit gerade 20 Prozent) Unternehmen fließen, die Lehrlinge ausbilden. „Durch diese Umverteilung würden alle solidarisch zur Ausbildung künftiger Fachkräfte beitragen. Während jene Unternehmen, die sich aus ihrer Verantwortung stehlen, mitfinanzieren, würden Unternehmen, die viele Lehrlinge ausbilden, profitieren“, erklärt Aksu.
Außerdem sollen aus der Fachkräftemilliarde die Plätze in der überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) finanziert werden, die derzeit der Bund (über das AMS) finanziert. Ersparnis für die österreichischen SteuerzahlerInnen: 150 Millionen Euro pro Jahr.
 

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