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Salzburg

Kino-Besucher spendeten für „Klinik der Solidarität“

Ein voller Erfolg war die Europa-Premiere des Films „Wer rettet Wen?“, die der ÖGB Salzburg am vergangenen Mittwoch im Mozart-Kino gezeigt hat. Im bis auf den letzten Platz besetzten großen Saal verfolgten 260 interessierte ÖGB-Mitglieder den Film, in dem Leslie Franke und Herdolor Lorenz den Hintergründen der Krise auf den Grund gehen. Anhand der schrecklichen Zustände in Griechenland und Spanien zeigen sie eindrucksvoll, dass das Spardiktat der Troika die Länder nur noch tiefer in die Krise reißt. Während in Griechenland unzählige Menschen mittlerweile ihre Jobs und somit die Krankenversicherung verloren haben, wurden in Spanien nach dem Platzen der Immobilienblase tausende Menschen delogiert bzw. stehen kurz vor ihrer Delogierung. Gewinner der Krise sind internationale Finanzkonzerne und Superreiche, deren Vermögen auf Kosten der Bevölkerung kontinuierlich steigen.

„Mich freut es, dass die Salzburger Beteiligung an der Europa-Premiere des Films auf so großes Interesse gestoßen ist“, sagt ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler. „Offensichtlich brennt die Thematik unter den Nägeln. Die Menschen wollen Hintergründe zu den dramatischen gesellschaftspolitischen Entwicklungen erfahren. Zwar ist Österreich bislang noch vom schlimmsten verschont geblieben, die kontinuierliche Steigerung bei den Arbeitslosenzahlen wird jedoch bereits in breiten Teilen der Bevölkerung wahrgenommen. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, muss auf EU-Ebene vom Spardiktat abgegangen und stattdessen Mittel zur Konjunkturbelebung zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Hirschbichler.

Im Anschluss an die Kinoveranstaltung hat der ÖGB Salzburg Spenden für die „Klinik der Solidarität“ im griechischen Thessaloniki gesammelt. In dieser Ambulanz, die auch im Film präsentiert worden ist, behandeln ehrenamtliche ÄrztInnen, KrankenpflegerInnen und TherapeutInnen jene Menschen, die keine staatliche Gesundheitsversorgung mehr in Anspruch nehmen können. Die Kosten für Medikamente, Verbandsmaterial, Betriebskosten etc. werden aus Spenden abgedeckt. „Es freut mich, dass im Rahmen des Kinoabends 1050 Euro für die ,Klinik der Solidarität‘ gespendet wurden“, erklärt Hirschbichler.

Weitere Spenden werden noch gerne in der ÖGB-Landesorganisation Salzburg, Markus-Sittikus-Straße 10, entgegengenommen. Gegen eine Mindestspende von 10 Euro, erhalten Spender das Kochbuch „Rezepte gegen die Krise“, in welchem die Autorinnen aufzeigen, was in Griechenland und Europa schiefläuft und welche Rezepte das Land aus der Krise führen könnten. Darüber hinaus werden Solidaritätsinitiativen vorgestellt, die sich nicht damit abfinden wollen, dass Teile der Bevölkerung im Stich gelassen werden. Als Hommage an die griechische Lebensfreude werden die Lieblings-Kochrezepte der einzelnen Initiativen vorgestellt.

 

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