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Salzburg

Einsatz des ÖGB für soziale Gerechtigkeit macht sich bezahlt

„Gewerkschaften engagieren sich seit ihrer Gründung für den sozialen Ausgleich. Im Fokus unseres Handelns steht die gerechte Verteilung des Wohlstandes“, sagt ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler anlässlich des morgigen Welttags der sozialen Gerechtigkeit.

Steuerentlastung erleichtert soziale Teilnahme
Als großen Erfolg im Rahmen dieser Bestrebungen wertet Hirschbichler die mit 1. Jänner 2016 in Kraft getretene Steuerreform. „Salzburgs ArbeitnehmerInnen profitieren von einer durchschnittlichen Steuerentlastung von 73,50 Euro pro Monat. Dieses Plus im Börsel hilft vielen bei der Bewältigung der hohen Lebenshaltungskosten in Salzburg. Die soziale Teilnahme wird ihnen erleichtert“, weiß Hirschbichler.

Die ÖGB-Landesgeschäftsführerin verweist auf Berechnungen, wonach die Entlastung durch die Steuerreform eine zusätzliche Kaufkraft von rund 300 Millionen Euro für alle SalzburgerInnen bringen wird. 220 dieser 300 Millionen fließen an Salzburgs ArbeitnehmerInnen. Das beträchtliche Ausmaß der Entlastung illustriert Hirschbichler mit dem Vergleich der durch die Gewerkschaften jährlich ausverhandelten Einkommenserhöhungen. „Von 2013 auf 2014 stieg die Nettolohnsumme der SalzburgerInnen um rund 100 Millionen Euro. Die Lohnsteuerreform hat den Effekt von zwei Lohn- bzw. Gehaltserhöhungen. Demnach dürfen sich die SalzburgerInnen heuer über ein Nettoplus von drei Lohn- bzw. Gehaltserhöhungen freuen!“ erklärt Hirschbichler.

Gegen Demontage des Pensionssystems
Abseits dieses Erfolgs wartet auf die Gewerkschaft bereits die nächste Herausforderung – der Pensionsgipfel. „Wir lehnen die Demontage des Pensionssystems kategorisch ab. Die Vorschläge von ÖVP und Industriellenvereinigung bedeuten letztendlich nichts anderes, als das bei den Pensionen weiter gekürzt würde. „Die unter schwarz-blau eingeleiteten Reformen der letzten Jahre haben dazu geführt, dass die ArbeitnehmerInnen später in Pension gehen können und weniger Geld bekommen. Jetzt muss die Wirtschaft dafür sorgen, dass die Menschen auch länger in Beschäftigung bleiben können“, sagt Hirschbichler.

In Bezug auf die angebliche Unfinanzierbarkeit des Pensionssystems verweist Hirschbichler darauf, dass sich ArbeitnehmerInnen zu 85% ihre Pensionen selbst finanzieren.

„Soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich letztendlich, dass sich die ÖsterreicherInnen auch in Zukunft auf unseren Sozialstaat verlassen können. Krankheit, Arbeitslosigkeit oder die Pension dürfen nicht zur Armutsfalle werden“, schließt Hirschbichler.

 

 

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