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Salzburg

Sozialer Wohnbau muss erhalten bleiben

„Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Es ist absolut unverantwortlich, dass die Salzburger Landesregierung bei diesem Thema ständig an irgendwelchen Stellschrauben dreht, ohne ein sinnvolles Gesamtkonzept umzusetzen“, sagt ÖGB-Landesvorsitzender Siegfried Pichler und warnt: „Wenn es der Salzburger Landesregierung nicht bald gelingt ein durchdachtes Konzept für den Salzburger Wohnbaufonds umzusetzen, dann wird es zu massiven Problemen am Salzburger Wohnungsmarkt kommen.“

Landesregierung trägt Mitschuld an teuren Mieten
Bereits jetzt befinden sich die Preise für Wohnraum im Bundesland Salzburg im Österreich-Vergleich am oben Ende. Sowohl Eigentum als auch Mieten sind kaum mehr leistbar und stellen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine enorme finanzielle Belastung dar. „Ansatzlos vom Einmalzuschuss auf verzinste Darlehen umzusteigen bedeutet für die Mieter höhere Kosten bzw. längere Laufzeiten bis zur Ausfinanzierung. Jene, die auf günstigere Mieten angewiesen sind, werden draufzahlen. Jene, die sich Eigentum leisten können, erhalten hingegen weiterhin saftige Einmalzuschüsse, die sie nicht zurückzahlen müssen“, sagt Pichler.

Wohnbau sichert Arbeitsplätze
Nicht nur aus Fairnessgründen, sondern auch aus arbeitsmarktpolitischer Sicht, ist der abermalige Richtungswechsel in der Salzburger Wohnbaupolitik ein Rückschlag. „Wohnbauträger müssen sich auf Kontinuität verlassen können, andernfalls droht die Gefahr, dass sie ihre Bautätigkeit zurückfahren. Angesichts der weiterhin geringen Konjunktur und der hohen Arbeitslosigkeit wäre dies ein weitere Rückschlag für den Arbeitsmarkt“, so der ÖGB-Landesvorsitzende.

Siegfried Pichler fordert von der Landesregierung daher die Umsetzung der Ergebnisse der breit angelegten Arbeitsgruppe „Runder Tisch Wohnbauförderung“. „Die Regierung hat es jetzt noch in der Hand die Scherben zu kitten, wenn sie nicht einen kompletten Trümmerhaufen hinterlassen will.“

 

 

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