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Steiermark

AUVA-Kahlschlag gefährdet Ihre Gesundheit!

Vorsitzender Schachner warnt vor dem Hineinpfuschen in funktionierende Systeme im Gesundheitswesen

Der Vorsitzende der steirischen GewerkschafterInnen, Horst Schachner, kritisiert die Pläne von Gesundheitsministerin Hartinger-Klein, die AUVA abzuschaffen. "Wenn man einfach so mir nichts dir nichts 500 Millionen einsparen will, so wird das unserem Gesundheitssystem schaden. Das möchte ich sehen, wie da eine adäquate Behandlung aufrechterhalten werden soll, wahrscheinlich mit Gangbetten und einer Verdoppelung der Wartezeiten. Das ist ein fahrlässiger Umgang mit PatientInnen und Unfallopfern." 

Zentralisierungswut 

"Ich frage mich schon, wieso denn große Einheiten besser sein sollen", stellt Schachner die Kernfrage, der von Seiten der Bundespolitik mit Vorliebe ausgewichen wird. "In sehr vielen Fällen ist Zentralisierung und die Schaffung von Wasserköpfen schlicht und einfach ein Blödsinn." Gerade die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) steht ja in einer Tradition eigener, besonders engagierter UnfallärztInnen, nachdem sich die Herausbildung einer spezialisierten Einrichtung als sinnvoll erwiesen hat. Überdies ist jeder Schritt in der Selbstverwaltung in einem Zusammenwirken von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen passiert, sodass gerade aufgrund dieser Konstruktion nichts für eine ineffiziente Mittelverwendung spricht. 

Erst die Diagnose, dann die Therapie 

Diagnose muss ja wohl bedeuten, dass man auch als neue Regierungskoalition erst genau prüft, ob Missstände in der AUVA aufgedeckt wurden, ob nicht sehr vieles ausgezeichnet erledigt wird. Weder die UnternehmerInnen in den Gremien der AUVA noch die PatientInnen äußern eine Unzufriedenheit mit dem System. "Das verwundert auch gar nicht, weil die AUVA sehr gut funktioniert", so der oberste steirische Gewerkschafter. "Wir als Vertretung der arbeitenden Menschen sind für Verbesserungen, nicht aber für Störungen funktionierender Systeme. Ich diagnostiziere bei der Regierung 'Fusionierungswahn' und die Tendenz, unüberlegt zu handeln, ohne sich die betroffenen Systeme vorher seriös anzusehen."  

Keinerlei Nutzen für die Versicherten 

"Auch mit den Zusammenlegungen der Gebietskrankenkassen wäre ja keinerlei Vorteil für die Versicherten verbunden", erklärt Schachner weiters, zeigt sich aber zufrieden, dass bereits organisierte Gegenstimmen auch aus den Landesregierungen laut wurden. 

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