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Steiermark

1.300 sagen "NEIN" zum 12-Stunden-Tag

Volles Haus bei der BelegschaftsvertreterInnen-Konferenz in Graz am 26. Juni

Der ÖGB Steiermark hatte BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen geladen, um sie über die geplanten Verschlechterungen zu informieren. Der große Saal der Arbeiterkammer in Graz war bis auf den letzten Platz gefüllt, der kleinere Nebensaal wurde geöffnet, die Ränge waren voll und bis auf den Gang standen aufgebrachte ArbeitnehmervertreterInnen.
 
Mit Stolz konnte Vorsitzender Horst Schachner die enorme Zahl von 1.300 BetriebsrätInnen verkünden, die als MultiplikatorInnen in ihren Betrieben weitergeben werden, was die Kritikpunkte an dem Gesetzesantrag der Bundesregierung sind. „Die wissen nicht, was die ArbeitnehmerInnen brauchen“, sprach sich Schachner gegen den Zwölfstundentag aus, „Angriffe auf die ArbeitnehmerInnen darf man nicht so hinnehmen.“ Auch der stellvertretende ÖGB-Landesvorsitzende Franz Haberl hielt fest: „Mit zwölf Stunden habe ich ein Problem.“ Haberl nahm auch zu den Plänen zur Veränderung des Sozialversicherungssystems Stellung und verwies ausdrücklich darauf, man müsse „achten, dass es zu keinen Verschlechterungen für die Versicherten kommt.“
 
Arbeiterkammerpräsident Josef Pesserl freute sich sehr über die große Anzahl der Anwesenden, sprach aber von einem „bedauerlichen Anlass“ und wandte sich gegen „Maßnahmen, die sich katastrophal auf die ArbeitnehmerInnen auswirken.“ Pesserl verwies auch auf ein Zitat des jetzigen Vizekanzlers Strache vom November 2017, wo dieser den 12-Stunden-Tag noch als „asoziale, leistungsfeindliche Idee“ apostrophierte.
 
Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz, konnte in dem ganzen Gesetzesentwurf „keine einzige Verbesserung für die ArbeitnehmerInnen“ erkennen und fand das Wort Gesundheit im Text der Koalition kein einziges Mal erwähnt. Er nahm auch bereits auf die Demonstration in Wien am 30. Juni Bezug: „Wir müssen schauen, dass wir dort ein klares Zeichen setzen.“
 
Zum Schluss der Veranstaltung beschlossen die TeilnehmerInnen einstimmig eine Resolution gegen Zwölfstundentag und Sechzigstundenwoche, bevor Vorsitzender Schachner die Versammlung mit den folgenden Worten schloss: „Nicht Arbeitszeit verlängern, sondern Arbeitszeit verkürzen!“

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