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Steiermark

Arbeit ohne Sicherheit

AK-Studie zur atypischen Beschäftigung in der Steiermark

Vor Kurzem hat AK-Präsident Josef Pesserl eine Studie vorgestellt, die Formen atypischer Beschäftigung in der Steiermark untersucht. Von „atypischer Beschäftigung“ spricht man, wenn eines der Elemente eines „Normalarbeitsverhältnisses“ fehlt. Diese Elemente sind: Vollzeitjob mit sozialrechtlicher Absicherung, regelmäßigem Einkommen und geregelter Arbeitszeit. Ein erster Befund lautet, dass Teilzeitarbeit, geringfügige Beschäftigung, Leiharbeit und befristete Dienstverhältnisse immer häufiger werden. Ja, seit 2010 machen all diese Sonderformen zusammen insgesamt bereits mehr als 30 %, bei Frauen sogar schon mehr als 50 % aus. Manche negative Folgen derartiger Arbeit merkt man sofort (Entgeltshöhe und Unsicherheiten), andere kommen erst später zum Tragen, wenn man ins Pensionsalter kommt.

Präsident Pesserl erklärte, dass in vielen Fällen atypischer Beschäftigung einfach das, was früher das unternehmerische Risiko war, nun auf die Beschäftigten überwälzt wird. Gänzlichen Verboten dieser Vertragsformen erteilte er eine Absage, zumal manchmal eine bestimmte Gestaltung auch im Sinne der ArbeitnehmerInnen sein kann. Aber er forderte, dass die Chance auf Erlangung eines Normarbeitsverhältnisses erhöht werden muss und im atypischen Bereich unbedingt eine Verbesserung des arbeits- und sozialrechtlichen Schutzes erzielt werden muss. Derartige Maßnahmen würden als Kaufkraftstärkung auch die Wirtschaft ankurbeln.

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