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Tirol

Gesundheitsversorgung nicht parteipolitischen Interessen opfern!

Selbstverwaltung lediglich 0,017% des Gesamtbudgets

Vehement wehrt sich auch Philip Wohlgemuth, Tirols ÖGB-Vorsitzender, gegen die kolportierten Pläne der künftigen Regierung, die Sozialversicherungen zu zerschlagen: „Unter dem Deckmantel der Einsparung von Verwaltungskosten werden hier ausschließlich parteipolitische Interessen vertreten! Ein funktionierendes Gesundheitssystem wird bewusst geopfert, um die Sozialpartner zu schwächen – das ist sicher nicht im Sinne der Versicherten!“. Effizient seien die Krankenkassen schon jetzt. „Die Selbstverwaltung beträgt 0,017 % des Gesamtbudgets der TGKK, das entspricht nicht einmal den Kosten für eine halbe Arztstelle“, so Wohlgemuth.

Neben der bestmöglichen Leistung garantiere die Selbstverwaltung der Sozialversicherungsträger eine raschere, billigere und unbürokratischere Verwaltung. Wohlgemuth verweist auf eine Studie der London School of Economics. Diese hatte dem österreichischen Sozialversicherungssystem ein gutes Zeugnis ausgestellt und konstruktive Vorschläge für Verbesserungen gemacht. „Diese beinhalten unter anderem eine bessere Koordination innerhalb der Sozialversicherung, die Nutzung der Digitalisierung, bedarfsgerechte Möglichkeiten der Steuerung im Vertragspartnerrecht, die kontinuierliche systematische Betreuung chronisch Kranker und eine Harmonisierung der Leistungen auf ein besseres Niveau. Diese Maßnahmen wären eine gute Basis zur Verbesserung unseres Gesundheitssystems. Das würde viel mehr bringen als die Zusammenlegung aller Sozialversicherungsträger und die Auflösung der Selbstverwaltung“, ist Wohlgemuth überzeugt.

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