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Tirol

Tirol würde von 1.700€ Mindestlohn am stärksten profitieren

Niedrige Löhne trotz Wirtschaftswachstum erfordern dringende Maßnahmen

Die anhaltend niedrigen Löhne in Tirol veranlassen Tirols ÖGB-Vorsitzenden Philip Wohlgemuth zu einem eindringlichen Appell an die Tiroler Landesregierung: „Wir brauchen eine Politik für Wachstum und Beschäftigung, die soziale Sicherheit gibt, sowie neue Betriebsansiedelungen mit einem Branchenmix! Die Löhne in Tirol liegen innerhalb Österreichs an viertletzter Stelle, die Immobilienpreise dagegen an zweiter Stelle. Die Politik muss mehr Initiativen setzen“, so Wohlgemuth.

Tirol auch bei der Kaufkraft Schlusslicht
Auch bei der Kaufkraft ist Tirol trauriges Schlusslicht: Einem im Sommer vom Institut GfK veröffentlichten Ranking zufolge belegt Tirol mit 21.803 Euro pro Jahr österreichweit auf den letzten Platz. „Gerade die TirolerInnen würden daher von einer Anhebung des KV-Mindestlohns auf 1.700 Euro besonders profitieren“, liegt für Wohlgemuth auf der Hand. Als weitere Schritte setzt sich der Tiroler ÖGB-Vorsitzende für eine Änderung der Branchenstruktur und die Eindämmung von Teilzeitjobs ein.

Niedriglohnbranchen stark vertreten
„Wir brauchen eine Politik für Wachstum und Beschäftigung, die soziale Sicherheit gibt und für die Stärkung der Bildung, der Infrastruktur und der öffentlichen Daseinsvorsorge eintritt. Es ist unerlässlich, dass die Politik in soziale Infrastruktur, etwa im Bereich der Pflege und der Bildung investiert. So können neue, gute Jobs geschaffen werden und man investiert sozusagen doppelt“, fordert Wohlgemuth. In Tirol ist der Anteil an Niedriglohnbranchen besonders hoch, vor allem Frauen fallen in die Kategorie ‚Working Poor‘. Wenn Menschen trotz Arbeit armutsgefährdet sind, müssen bei der Politik alle Alarmglocken schrillen!“, warnt Wohlgemuth. Die Tiroler Sozialpartner haben im Frühjahr der Tiroler Landesregierung Forderungspapiere übergeben. „Die Politik wäre gut beraten die Forderungen der Tiroler Sozialpartner umzusetzen", so der Tiroler ÖGB-Vorsitzende.

Teilzeitarbeit
Wer Teilzeit arbeitet, ist wesentlich häufiger von Armut und Altersarmut betroffen – in erster Linie sind das Frauen. „Von ca. 100.000 Teilzeitbeschäftigten in Tirol sind rund 85 Prozent weiblich. Auch wenn gerne propagiert wird, dass viele von ihnen das so wollen, so einfach ist die Situation nicht. Wer Kinder hat oder zu pflegende Angehörige, hat oft keine andere Möglichkeit. Es muss gelingen, diesen Frauen eine Vollzeitbeschäftigung zu ermöglichen und die Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern", weiß Wohlgemuth. Kinderbetreuungseinrichtungen seien flächendeckend auszubauen und Kinderbetreuungszeiten so anzupassen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet wird.

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