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Tirol

Wohlgemuth kritisiert Arbeitszeitflexibilisierung

„Schwarzer Tag für ArbeitnehmerInnen“

„Gestern war ein schwarzer Tag für ArbeitnehmerInnen. Hinter der sogenannten ‚Arbeitszeitflexibilisierung‘ versteckt sich nichts anderes als eine Ausweitung der Arbeitszeiten! Freiwilligkeit wird es in sehr vielen Fällen nur auf dem Papier geben“, kommentiert Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth die gestern von der Bundesregierung angekündigte Änderung im Arbeitszeitgesetz. „Die Regierungsparteien machen ein weiteres Mal einen Kniefall vor Wirtschaft und Industrie und vergessen dabei auf die Interessen der ArbeitnehmerInnen“, so der Tiroler ÖGB-Vorsitzende weiter.

Freiwilligkeit nicht gegeben
Als „schlechten Scherz“ bezeichnet Wohlgemuth die angebliche Freiwilligkeit zu Arbeiten von 11. und 12. Stunde. „Die Realität ist eine ganz andere und das wissen die RegierungsvertreterInnen ganz genau. In diesem Punkt sitzt der Chef am längeren Hebel, weil ArbeitnehmerInnen oft Angst vor dem Jobverlust haben“, zeigt Wohlgemuth auf. Es gäbe zudem auch neben Betreuungspflichten noch zahlreiche weitere private Gründe, warum Arbeiten ab der zehnten Stunde nicht möglich sei.

Weniger statt mehr Freizeit
Auch das angebliche Zuckerl, dass ArbeitnehmerInnen dann mehr geblockte Freizeit konsumieren könnten, ist für den ÖGB-Vorsitzenden nicht haltbar. „Wenn der Chef die Mehrstunden ausbezahlen will anstatt Freizeit gewähren, dann ist das so. Das Versprechen von mehr Freizeit wann ich will ist ein Märchen!“, so Wohlgemuth. Der Kampfgeist der Gewerkschaft sei in jedem Fall geweckt, über konkrete Aktionen werde man noch beraten.

Anstieg von Arbeitsunfällen
Er fürchtet zudem einen Anstieg von Arbeitsunfällen aufgrund von Überlastungen. „Zugleich spart man im Gesundheitsbereich, etwa bei der AUVA 520 Mio. Euro, und bei den Sozialversicherungsträgern rund eine Milliarde Euro. Hier wird nicht nur im System, sondern im direkten Gesundheitsbereich gespart. Das Handeln der Regierungsparteien ist absolut verantwortungslos“, kritisiert Wohlgemuth. Die Formel „8 Stunden arbeiten, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf“ sei zu Recht erkämpft worden. „Diese Regierung ist ein absoluter Rückschritt für alle ArbeitnehmerInnen!“, so der ÖGB-Vorsitzende.

Durchrechnungszeiträume lassen Zuschläge verschwinden
„Man spricht vom Erhalt der Zuschläge. Mit der Erweiterung der Durchrechnungszeiträume verschwinden diese aber Großteils, beispielsweise bei Gleitzeit. Das Ganze ist nichts anderes als ein schlechter Trick, um die ArbeitnehmerInnen zu täuschen. Das bittere Erwachen wird erst später kommen!“, warnt Wohlgemuth.

 

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