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Tirol
ÖGB-Landesvorsitzender Philip Wohlgemuth & ÖGB-Landessekretär Benjamin Praxmarer

ÖGB Tirol erneuert Forderung nach Aufwertung der Lehre

„Jetzt nicht lockerlassen und die Lehre wieder zukunftsfähig machen“

„Lehrlinge sind unsere künftigen FacharbeiterInnen, die wir in Tirol und ganz Österreich dringend brauchen – und das branchenübergreifend!“, stellt Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth klar. Er verweist auf das insgesamt 16 Punkte umfassende Forderungsprogramm zur Aufwertung der Lehre, das die Gewerkschaft vor knapp einem Jahr vorgelegt hatte, und fordert zugleich: „Jetzt nicht lockerlassen und weiter an besseren Rahmenbedingungen für Lehrlinge arbeiten!“.

Der ÖGB Tirol hatte im Oktober 2017 ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Aufwertung der Lehre vorgestellt, das politischen EntscheidungsträgerInnen zur Umsetzung übermittelt wurde. „Wir fordern eine Erhöhung der monatlichen Mindestlehrlingsentschädigung auf 700 Euro. Weiters soll leistbare Mobilität ein weiterer Anreiz sein“, so Wohlgemuth. Berufs- und Bildungsorientierung ab der ersten Bildungsstufe sieht er als Basis, damit Jugendliche überhaupt über ihre Möglichkeiten informiert werden. Dass viele Eltern eine Schulausbildung ihrer Kinder bevorzugen, sieht auch er als Problem: „Die Lehre kämpft leider immer noch mit einem schlechten Image, das sie in Wahrheit aber überhaupt nicht verdient hat. Im Gegenteil: Ganz Europa blickt neidisch auf unser duales Ausbildungssystem! Auch das Elternhaus spielt natürlich eine große Rolle. Die Lehre darf keinesfalls als Ausweg gesehen werden, sondern öffnet sehr viele Chancen für die Zukunft. Der Lehrling von heute ist der Facharbeiter von morgen. Insgesamt kann man sagen, wir benötigen unbedingt weiterhin Fachkräfte, daher muss alles von allen Seiten unternommen werden, um die Lehre attraktiver zu machen!“

Land Tirol am Zug
Für ÖGB-Landessekretär Mag. Benjamin Praxmarer ist auch das Land Tirol am Zug: „Wir fordern 50 zusätzliche Lehrstellen in landesnahen und -eigenen Einrichtungen, außerdem die Schaffung eines eigenen Jugend- und Lehrlingsinspektorats.“ Ein Viertel der Lehrlinge fällt bei der Abschlussprüfung durch, auch dagegen hat Praxmarer Vorschläge: „Wir machen uns für die Verlagerung der Lehrabschlussprüfungen in die Berufsschule stark, wo die Auszubildenden mit den Maschinen vertraut sind. Außerdem wollen wir freiwillige Zwischenprüfungen einführen!“.

Missbrauch der Probezeit-Regelung
Die Probezeit – derzeit drei Monate – wird häufig und vor allem in Saisonbetrieben dazu missbraucht, Lehrlinge als billige Arbeitskräfte zu nutzen. „Würde man die Probezeit auf einen Monat reduzieren, würde das nicht mehr passieren!“, ist Praxmarer überzeugt.

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