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Tirol

Wohlgemuth kritisiert Regionalisierung der Mangelberufsliste

Billige Arbeitskräfte sorgen für Lohndumping

Harsch geht Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth mit der Regionalisierung der Mangelberufsliste und der damit verbundenen Öffnung des Arbeitsmarktes für nicht EU-Bürger ins Gericht: „Damit ermöglicht es die Bundesregierung der Wirtschaft, billige Arbeitskräfte aus dem EU-Ausland zu holen. Wieder einmal sind die Interessen von Wirtschaft und Industrie wichtiger als jene der heimischen ArbeitnehmerInnen!“. Lohndumping sei die unweigerliche Folge, der heimische Arbeitsmarkt könnte ins Wanken kommen.

Dass die FPÖ einerseits Zuwanderung als immenses Problem stilisiere und jetzt gleichzeitig den Zuzug billiger Arbeitskräfte aus dem EU-Ausland forciert, ist für Wohlgemuth ein Verrat an deren Wählern und heimischen ArbeitnehmerInnen. „Der europäische Arbeitsmarkt ist groß genug, da muss nicht zwingend auf das EU-Ausland zurückgegriffen werden! Außerdem wird der Wille zur Lehrausbildung sinken“, so Wohlgemuth.

Der ÖGB-Vorsitzende warnt seit langem vor einer Verschärfung des Personalmangels im heimischen Tourismus und appelliert seit Jahren für bessere Rahmenbedingungen, um die Branche attraktiver zu gestalten und den Qualitätstourismus zu halten. „Gute Arbeitsbedingungen würden dieses Problem schnell beheben. Jedes Jahr vernimmt man neue Gäste- und Umsatzrekorde, doch die Beschäftigten erhalten keinen Teil des Kuchens, sondern nur Krümel davon und erleben stattdessen eine versalzene Ruhezeit mit Verkürzung auf acht Stunden sowie ungenießbare Arbeitszeiten. Wer seine ArbeitnehmerInnen auspresst wie Zitronen, braucht sich über Personalmangel nicht wundern!“, so Wohlgemuth.

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