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Tirol
Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth

ÖGB-Wohlgemuth: Hände weg von unseren Feiertagen!

Bundesregierung hat Regelung „völlig vermasselt“

„Die Bundesregierung war komplett unfähig, hier eine Lösung zu finden, und schafft schlussendlich den Karfreitag als Feiertag ab. Die Geschenke der Industrie machen sich bezahlt!“, kommentiert Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth die Pläne. Einmal mehr beweise die Bundesregierung, dass sie lediglich die Wirtschaftsinteressen vertritt. Der Arbeiterkammer die Schuld für die „völlig vermasselte Regelung“ in die Schuhe zu schieben, sei eine weitere bodenlose Frechheit.

EuGH-Urteil defacto ignoriert
„Die Regierungskoordinatoren sprechen von einer ‚besseren Lösung‘, alleine diese Aussage ist eine Verhöhnung der ArbeitnehmerInnen. Die Regierungsparteien haben wiedermal einen Kniefall vor der Wirtschaft gemacht, die Interessen der ArbeitnehmerInnen ausgeblendet und die Entscheidung des EuGH nach einer Gleichstellung ignoriert! Zuerst eine Viertelfeiertagslösung anzukündigen und dann den ArbeitnehmerInnen auszurichten, aus deren bestehenden Urlaubsanspruch künftig einen persönlichen Feiertag beanspruchen zu können, ist der absolute Gipfel!“, schäumt der ÖGB-Vorsitzende. Mit der neuen Regelung fallen tausende ArbeitnehmerInnen der evangelischen Glaubensgemeinschaft um einen Feiertag um. „Alleine die Ankündigung, dass ArbeitnehmerInnen künftig aufgrund dringender betrieblicher Gründe dennoch zur Arbeit herangezogen werden können und dafür Zuschläge erhalten, lässt erahnen, dass ArbeitnehmerInnen abermals der Willkür der Arbeitgeber ausgesetzt sind!“, so Wohlgemuth, der das nächste „Husch-Pfusch-Gesetz“ ortet. „Offenbar will man wie bei der Freiwilligkeit zum 12-Stunden-Tag die ArbeitnehmerInnen erneut unter Druck setzen.“

Eine bittere Pille nach der anderen
„Man muss sich langsam die Frage stellen, was die Bundesregierung den ArbeitnehmerInnen noch nicht genommen hat“, so Wohlgemuth. „Arbeitszeiten von bis zu 60 Stunden pro Woche, Kürzung der Nachtruhe, gesundheitsschädigendes Arbeiten in verqualmten Lokalen und drohende Kürzungen der Sozialversicherungen – jetzt vergreift sich die Bundesregierung auch noch an unseren Feiertagen. Eine bittere Pille nach der anderen für die ArbeitnehmerInnen“, fasst der ÖGB-Vorsitzende zusammen. Wer am Karfreitag frei haben möchte, muss künftig einen Tag Urlaub nehmen.

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