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Tirol
Philip Wohlgemuth & Karin Brennsteiner

Weltfrauentag: „Gleichstellung überfällig!“

Bessere gesetzliche Rahmenbedingungen für Karenzzeit gefordert

Damit die seit langem geforderte Gleichstellung von Frauen gegenüber Männern nicht länger eine leere Worthülse bleibt, fordert Tirols ÖGB-Frauenvorsitzende Karin Brennsteiner ein breites Maßnahmenpaket und spart nicht mit Kritik an der Frauenpolitik der Bundesregierung.

„Diese Regierung tritt Frauenthemen mit Füßen! Neuestes Beispiel ist das Papamonat. Der zunächst angekündigte Rechtsanspruch darauf wurde aus Angst vor Wirtschaft und Industrie dann wieder zurückgezogen“, so Brennsteiner. Eine Verankerung in Kollektivverträgen sei immer mit Zugeständnissen an die Arbeitgeberseite verbunden, daher sei eine gesetzliche Regelung umso notwendiger. „Genauso wichtig ist die gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten, das wäre ein wirklich effektives Mittel zur Schließung der Einkommensschere!“, so Brennsteiner, die außerdem einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.700 € brutto fordert. Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth sieht derzeit sogar einen Rückschritt in Österreich: „Die von der Regierung in den vergangenen Monaten gesetzten Maßnahmen gehen in die komplett falsche Richtung. Wie soll sich ein 12-Stunden-Tag mit Familienleben vereinbaren lassen? Das neue Arbeitszeitgesetz drängt immer mehr Frauen in Teilzeitjobs, weil sie anders die Betreuung der Kinder und eventueller Angehöriger nicht mehr gewährleisten können.“ Nach wie vor leisten vorwiegend Frauen die unbezahlte Arbeit in Österreich. „Wer Teilzeit arbeitet, ist später besonders häufig von Armut und Altersarmut betroffen. Eine Teilzeitarbeit bedeutet später eine Teilzeitpension. Besonders viele Frauen und Teilzeitkräfte fallen in Tirol in die Kategorie ‚Working poor‘“, so Wohlgemuth.

Die ÖGB-Frauen fordern ein Maßnahmenpaket, um die Einkommensschere zu verkleinern und für Frauen eine echte Wahlmöglichkeit zu schaffen:

• Die gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten
• Einen KV-Mindestlohn von 1.700 Euro
• Ein Lohntransparenzgesetz: Einkommensberichte ohne Sanktionen und nur in Großbetrieben sind zu wenig.
• Einen Rechtsanspruch auf Papamonat
• Einen Ausbau von leistbaren Kinderbetreuungsplätzen für jedes Kind, die Vollzeitarbeit ermöglicht.
• Einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und -teilzeit.

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