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Tirol
Philip Wohlgemuth

27.590 TirolerInnen „Working Poor“

Bei Politik müssen jetzt die Alarmglocken läuten!

Dem Armutsbericht des Landes Tirol zufolge ist jede/r Sechste in Tirol armutsgefährdet, 27.590 trotz Vollzeitbeschäftigung. „Das Menschen in unserem Land trotz Vollzeitjob an der Armutsgrenze leben müssen, ist beschämend!“, so Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth. Er fordert eine schrittweise Anhebung des Mindestlohns auf 1.700 Euro brutto sowie eine Arbeitszeitverkürzung.
 
Vor allem Frauen betroffen
„In Tirol ist der Anteil an Niedriglohnbranchen besonders hoch, vor allem Frauen fallen in die Kategorie ‚Working Poor‘. Wenn Menschen trotz Arbeit armutsgefährdet sind, müssen bei der Politik alle Alarmglocken schrillen!“, warnt Wohlgemuth. „Die gerechte Verteilung von Arbeit ist ein enorm wichtiger Schritt zu einer fairen Gesellschaft. Wenn wir in Österreich erreichen wollen, dass die Schere zwischen arm und reich nicht weiter auseinanderklafft, werden wir um eine Arbeitszeitverkürzung nicht herumkommen“, ist Wohlgemuth überzeugt. Das wäre sowohl beschäftigungs- wie auch gesundheitspolitisch wichtig und es könnte dazu beitragen, das faktische Pensionsantrittsalter anzuheben.
 
Mindestlohn stärkt Kaufkraft
„Ein höherer Mindestlohn, der Anstieg der Kaufkraft und die Stärkung der heimischen Wirtschaft stehen in direktem Zusammenhang, nur so kann die Konjunktur belebt werden. Ich bin davon überzeugt, dass sich ein höherer KV-Mindestlohn gerade in Tirol positiv auf die Kaufkraft auswirkt!“, so Wohlgemuth. Im vom Tourismus und Handel dominierten Tirol sieht er aber auch eine Änderung der Branchenstruktur als wichtige Maßnahme: „Die Politik muss handeln und mehr qualifizierte High-Tech-Jobs nach Tirol bringen sowie vermehrt in soziale Infrastruktur wie Pflege und Bildung investieren. Die Investition wirkt dreifach: Arbeitsplätze entstehen erst bei der tatsächlichen Umsetzung von Investitionen, dann direkt im Betrieb von Schulen, Kindergärten usw., und zusätzlich erleichtern sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ermöglichen es mehr Frauen, Vollzeit zu arbeiten.“

 

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